(Aktuelle) Meldungen aus Bayern

12-Nov-25 10 Jahre ohne Verbindungssteg im Münchner Hbf
Gratulation an die Deutsche Bahn, die Verkehrsministerien in München und Berlin und an die Stadt München dafür, dass auch zehn Jahre nach einer erfolgreichen Petition kein Fortschritt bezüglich kürzerer Umsteigewege im Münchner Hauptbahnhof erkennbar ist. Am 12. November 2015 übergab eine Delegation des Fahrgastverbands PRO BAHN im Bayerischen Landtag unsere Petition für eine zweite Bahnsteigquerung an die damalige Landtagspräsidentin. Im März 2016 nahm der Landtag die Petition mit Mehrheit an. Status heute, wie seit Jahren: "Das Projekt befindet sich in einer frühen Planungsphase". PRO BAHN würdigt die zehnjährigen Bemühungen der verantwortlichen Stellen für bessere Umsteigewege im Münchner Hauptbahnhof mit einer Pressemitteilung. Die Geschwindigkeit der Fortschritte lässt befürchten, dass es auch noch ein zwanzigjähriges Jubiläum geben wird. Passend zum heutigen Negativ-Jubiläum sperrt die DB jetzt den Bahnsteig an Gleis 26 für mehrere Monate, so dass die Wege Richtung Starnberger Flügelbahnhof maximiert werden. Natürlich wäre es sehr sinnvoll gewesen, den Steg als erstes Teilprojekt des Bahnhofsumbaus anzugehen. Das würde aber Prioritäten im Sinne der Fahrgäste erfordern, anstatt nur ein Gebäude mit möglichst viel kommerziell nutzbarer Fläche zu bauen. Das „GO“ bei DB InfraGO soll angeblich für "gemeinwohlorientiert" stehen.  [el]
 
11-Nov-25 Mehr Fahrgäste im Regionalzugverkehr
Aufgrund des Deutschlandtickets haben die Fahrgastzahlen speziell im Regionalverkehr deutlich zugenommen. Gestern haben die LNVG für Niedersachsen und die BEG für Bayern entsprechende Zahlen veröffentlicht. Die Zahlen sind von 2024, so dass Effekte durch die Preissteigerung beim Deutschlandticket noch nicht abgebildet sind. Mit größeren Rückgängen wird aber nicht gerechnet. Dass die Nachfrage an Wochenenden stärker war, zeigt, dass der Freizeitverkehr mehr profitiert hat. Erkennbar ist auch, dass in S-Bahn-Bereichen, wo die Fahrgastzahlen bereits auf hohem Niveau lagen, ohne Angebotsausbau das Potenzial für Steigerungen gering ist. Pendler profitieren davon, dass das Ticket oft günstiger ist als vorher genutzte Fahrkarten. Auf längeren Verbindungen gibt es vermehrt Umsteiger vom Fernvekehr. Notwendig ist jetzt, das Zugangebot weiter auszubauen – inklusive weiterer Streckenreaktivierungen. Das gilt für den Freizeitverkehr, aber auch im Pendlerverkehr ist es dringend notwendig, die Autoflut durch attraktive ÖPNV-Angebote zu vermindern. Die Fahrgastzahlen wären noch deutlich besser, wenn die Angebotsqualität nicht durch immer mehr Baustellen und zahlreiche Störungen eingeschränkt wäre.  [el]
 
10-Nov-25 Die Bahn, die Uhr und die Bäckerei
Die Fahrgäste, die am Rosenheimer Platz in München die S-Bahn verlassen oder dort einsteigen möchten, werden seit Jahren von der DB mit verschiedenen Bauzuständen und ziemlicher Intransparenz zu Sinn, Zweck und Fortschritt der dortigen Maßnahmen gequält. Darüber, dass die DB einiges nicht im Griff hat, oder an bestimmten Sachen schlicht desinteressiert ist, wurde sich anhand eines sogenannten Musterzugangs samt zugehöriger Uhr in einem PRO-BAHN-Post-Artikel lustig gemacht. Jetzt ist es passiert! Die Uhr und die Informationsstele am Zugang Weißenburger Straße wurden instandgesetzt. Es ist etwas Spekulation, aber es könnte sein, dass einer Münchner Bäckereikette, die heute eine Filiale im dortigen S-Bahn-Zwischengeschoss eröffnet hat, das bis vor kurzem dort sichtbare Ambiente nicht so ganz gefallen hat. Kommerz in Form von Mieteinnahmen ist halt bei DB InfraGO (GO = gemeinwohlorientiert) vielleicht doch ein größerer Antreiber als irgendwelche dahergelaufenen Fahrgäste.  [el]
 
09-Nov-25 Keine Wiederholung des Stammstrecken-Chaos
In einer Medienmitteilung fordert PRO BAHN Oberbayern die Verantwortlichen auf, bei künftigen Sperrungen der Münchner S-Bahn-Stammstrecke ein abgestimmtes Ersatzkonzept bereitzustellen, das an erster Stelle die Bedürfnisse der Bahnkunden in den Blick nimmt. In der vergangenen Woche waren Regionalzüge zwischen München Hauptbahnhof und Pasing durch den Ausweichverkehr teilweise so überfüllt, dass Fahrgäste am Bahnsteig zurückbleiben mussten.   [nm]
 
07-Nov-25 Fuchstalbahn: Potenzialanalyse empfiehlt Reaktivierung
1400 Fahrgäste pro Tag wird eine reaktivierte Fuchstalbahn zwischen Schongau und Landsberg befördern, sagt die vom Freistaat beauftragte Potenzialanalyse, wie unter anderem der Münchner Merkur berichtet. Mit dem Deutschlandticket sind es sogar 1500. Kenner der bayerischen Verkehrspolitik wissen aber, dass die Reaktivierung auch nach dem Überwinden dieser ersten Hürde noch lange keine „gmahde Wiesn“ ist. Noch viele Steine müssen aus dem Weg geräumt werden. Wir gratulieren den Mitstreitern vom AK Fuchstalbahn zu diesem Erfolg – ihr jahrelanges bürgerschaftliches Engagement hat sich gelohnt und PRO BAHN freut sich mit ihnen!   [nm]
 
06-Nov-25 Sperrung Pegnitztal dauert länger
Die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hersbruck und Pegnitz wird voraussichtlich bis Mitte 2026 dauern. Für den Mitte September wegen maroder Brücken plötzlich gesperrte Streckenabschnitt hatte die DB zunächst eine Schätzung bis Februar angegeben, die sie jetzt korrigieren musste. Die Ersatzverkehre für Verbindungen zwischen dem Raum Nürnberg und Bayreuth bzw. Marktredwitz sind den aktuellen Meldungen der DB und der Fahrplanauskunft zu entnehmen.  [el]
 
05-Nov-25 Peter Buchner verstorben
Peter Buchner war seit 2009 Chef der Berliner S-Bahn und hat das Unternehmen damals aus einer schweren Krise geführt. Peter Buchner war aber auch Mitglied des Gründungsvorstands des Landesverbands Bayern von PRO BAHN und vorher kurzzeitig kommisarischer Landesgeschäftsführer. Gestern ist Peter Buchner im Alter von nur 58 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Nicht nur viele seiner Kollegen im Bahnbereich trauern um ihn, sondern auch diejenigen, die ihn in seiner aktiven Zeit beim Fahrgastverband PRO BAHN kannten. Peter Buchner hinterlässt Frau und Sohn. Seinen Angehörigen gilt unser Beileid. Würdigungen findet man in den Berliner Medien (Berliner Zeitung, Tagesspiegel, RBB24).  [el]
 
03-Nov-25 Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg
Wie in den Jahren 2021 bis 2024 für den Großraum München veranstaltet der Freistaat Bayern auch für Nürnberg Dialogforen zum Bahnausbau (Meldungen 2024 für München und für Nürnberg). Für 2025 fand dies letzte Woche statt. Neu untersucht wurden S-Bahn-Verlängerungen nach Steinach, Ebermannstadt und Ebern. Geprüft wurde zudem die Umwandlung der S-Bahn nach Hilpoltstein in eine Express-S-Bahn, sowie neue Express-S-Bahn-Linien nach Markt Erlbach und Crailsheim. Der Einsatz von Akku-Hybrid-Fahrzeugen wurde nach Windsbach, Rothenburg o.d.T. und Wilburgstetten untersucht. Als "Vision Großknoten Fürth–Nürnberg" wurde der Vorschlag einer Neustrukturierung der Schieneninfrastruktur zwischen den Städten eingebracht. Als "sollte nicht weiterverfolgt werden" lehnten die Gutachter die Express-S-Bahn Hipoltstein sowie einige vorgeschlagene Stationen (u.a. eine große P+R-Anlage Feucht-West im Bereich Schnellfahrstrecke/A9) ab. Für die Strecken nach Ebermannstadt und Ebern strebt der Freistaat zzt. eine Bedienung mit Akku-Zügen als Regionalbahn statt S-Bahn-Betrieb an. Als öffentlich verfügbare Informationen gibt es eine Pressmitteilung, eine Präsentation sowie die Infrastrukturseite des Verkehrsministeriums. Im Gegensatz zu den Vorjahren hatte auch ein Vertreter von PRO BAHN Gelegenheit am Dialogforum teilzunehmen.  [el]
 
30-Okt-25 Absage der Werrabahn-Reaktivierung als Tiefpunkt der Bahnpolitik
Seit vielen Jahren unterstützt der Fahrgastverband PRO BAHN die Reaktivierung der Werrabahn zwischen Thüringen und Bayern. Bisher wurde auch von den thüringischen Landesregierungen der Eindruck erweckt, die Reaktivierung der Werrabahn sei ihr erklärtes Ziel. Letzte Woche beantwortete der zuständige Minister eine parlamentarische Anfrage dann plötzlich dahingehend, dass eine Reaktivierung "angesichts gegenwärtig wichtigerer Prioritäten bei der Sanierung bestehender Infrastrukturen jedoch nicht realistisch" sei. Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht in dieser Kehrtwende "mutlose Politik" und eine Benachteiligung des ländlichen Raums durch die gegenwärtige Landesregierung. In einer Pressemitteilung wird die aktuelle Aussage des Ministers als "Tiefpunkt in der Bahnpolitik Thüringens" bezeichnet.  [el]
 
29-Okt-25 Endlich da - die neue PRO BAHN Post
Die Novemberausgabe der PRO BAHN Post aus Oberbayern enthält wieder lesenswerte Beiträge. Ganz aktuell sind Forderungen, die sich aus der Münchner Entscheidung für eine Olympia-Bewerbung ergeben. Eine besondere Ehrung erfuhr unser Mitglied Karl Bürger in Form der Bürgermedaille seiner Heimatgemeinde. Andere Mitglieder von PRO BAHN berichten über den Besuch der Baustelle des Brennerbasistunnels, oder trafen sich zu thematischer Arbeit rund um Tarife und Touristik in Stockach (dazu gibt es online einen längeren Reisebericht). Und auch bei den Schienentagen in Meiningen, die in Kürze stattfinden, wird man PRO-BAHN-Mitglieder treffen. Nicht fehlen darf der Bericht über die Mitgliederversammlung des Landesverbands Bayern mit Vorstandswahlen, neuem Vorsitzenden, und einen interessanten Fachvortrag. Kurznachrichten und Terminhinweise runden das Heft ab.  [el]
 

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