(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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28-Okt-25 Petition Stadtbahn Ludwigsburg
In Ludwigsburg bei Stuttgart wird seit Jahren eine Stadtbahn namens "Lucie" geplant. Dabei soll die stillgelegte Bahnstrecke nach Markgröningen im Westen mit einem städtischen Netz verbunden werden, das im Südosten Umsteigen zum Stuttgarter Stadtbahnnetz ermöglicht. Eine Verlängerung nach Waiblingen wurde diskutiert. In der Stadt Ludwigsburg gab es eine heftige Trassendiskussion und Widerstände durch Einzelhändler und bestimmte politische Parteien. Letzte Woche haben Oberbürgermeister und Stadtverwaltung dem Gemeinderat empfohlen, auf das innerstädtische Netz zu verzichten und nur die Reaktivierung nach Markgröningen weiter zu verfolgen (siehe auch Präsentation der Verwaltung). Für die Stadt redet man wie üblich bei Stadtbahngegnern von Expressbussen und autonomen Shuttle-Bussen. Eine Entscheidung im Gemeinderat soll am 19.11. fallen. Dazu gibt es jetzt eine öffentliche Petition "Lucie verbindet – Für eine klimafreundliche und gerechte Mobilität in Ludwigsburg und Umgebung", deren Ziel es ist, den Bau der Stadtbahn sicherzustellen.  [el]
 
27-Okt-25 Ticketbuchung als Hindernis für internationale Bahnfahrten
Die Schwierigkeiten bei der Buchung von Bahnreisen, für die Tickets verschiedener Bahnbetreiber benötigt werden, schrecken viele Reisende ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Transport & Environment (T&E) beauftragt hat (Ergebnisse als Webseite sowie als PDF-Präsentation). Der Erwerb von Bahntickets sei oft "eine Odyssee", da viele Betreiber den Verkauf ihrer Tickets über externe Plattformen blockieren und die Angebote der Konkurrenz auf ihren eigenen Websites verstecken. Zudem sind die europäischen Fahrgastrechte unzureichend, da der Verlust von Anschlüssen zwischen Zügen verschiedener Betreiber dazu führen, dass Fahrgäste stranden, und ihre Tickets die Gültigkeit verlieren. T&E fordert, dass die EU verpflichtende Regelungen zum Fahrscheinvertrieb erlässt und die Fahrgastrechte verbessert.  [el]
 
27-Okt-25 Verkehrsprojekte für Olympia in München
Gestern haben die Münchner Bürger entschieden, dass die Stadt sich für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Die Bewerbung wird vom Freistaat Bayern unterstützt. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, dass die Verkehrsprojekte, die immer als Pluspunkt für eine Olympia-Bewerbung genannt wurden, jetzt auch wirklich angegangen werden. Eine im Vorfeld gemachte Studie nennt die nötigen Schwerpunkte, u.a. acht Projekte im Trambahnbereich. Außerdem soll der Bau der Trambahn-Nordtangente durch den Englischen Garten und eine Tramstrecke durch das neue Olympische Dorf realisiert werden. Damit bis 2040 alle Strecken fertig sind, erwartet PRO BAHN: "Ab sofort muss jedes Jahr eine Strecke fertig geplant, eine Strecke vom Stadtrat gebilligt, eine Strecke von der Regierung von Oberbayern genehmigt, eine Strecke neu gebaut und dann für den Betrieb freigegeben werden".  [el]
 
27-Okt-25 Magdeburg Hbf ist Bahnhof des Jahres 2025
Der Magdeburger Hauptbahnhof erhält die Auszeichnung Bahnhof des Jahres 2025. Nach umfassender Sanierung des Bahnhofs und Neugestaltung der Zugänge punktet der Magdeburger Hauptbahnhof aus Sicht der Jury nun vor allem bei Aufenthaltsqualität und Anschlussmobilität, also etwa der Verknüpfung mit Fahrrad, Straßenbahn, Bus und Auto. Sachsen-Anhalt hat damit bereits vier Bahnhöfe des Jahres.  [el]
 
25-Okt-25 Mehr Bahn Niedersachsen
Die Bremer Verkehrsinitiative "Einfach Einsteigen", die auch den Fahrgastverband PRO BAHN als Fördermitglied unterstützt, hat im September eine Studie für mehr Bahn in Niedersachsen vorgelegt. Durch die Reaktivierung von Bahnstrecken soll der Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen gestärkt werden. Außer dem umfangreichen Volltext gibt es auch eine kurze Zusammenfassung von Zielen und Ergebnissen.  [el]
 
25-Okt-25 Zukunftsfahrplan Baden-Württemberg - Zwischenbilanz und Perspektive
Im Sommer 2024 startete der Dialog zum "Zukunftsfahrplan Baden-Württemberg", an dem sich auch der Fahrgastverband PRO BAHN beteiligt. Als Zwischenbilanz und Perspektive wurde jetzt eine Broschüre veröffentlicht. Eine Pressemitteilung berichtet über die Vorstellung dieser Zwischenbilanz. Alles weitere ist auf der Projektseite verlinkt.   [el]
 
24-Okt-25 Merkwürdiges in NRW – Wochenende ohne RE4
Heute erschien auf den Webseiten von National Express Rail (NX) eine Meldung, dass die Regionalexpresslinie RE4 in NRW vom 25.10.2025 bis 27.10.2025 03:00 Uhr auf den kompletten Laufweg zwischen Dortmund Hbf und Aachen Hbf ausfällt. Als Erklärung liefert das Unternehmen das Stichwort „Leistungsreduzierungen“. Daraufhin reagierten die drei Aufgabenträger in NRW mit einer Rüge per Pressemitteilung. Eigenmächtig und unabgestimmt Leistungen zu reduzieren sei nicht akzeptabel. NX habe zudem nicht für für ein adäquates Ersatzkonzept gesorgt. Damit greife das Unternehmen in das öffentliche Nahverkehrsangebot ein und gefährde die Mobilität von tausenden Fahrgästen auf einer Verbindung von landesweiter Bedeutung. Am späten Nachmittag tauchte dann im Eisenbahnforum DSO ein Schreiben von National Express auf, das darauf hinweist, dass es Gespräche über eine bessere Finanzierung gegeben hat, die aber wohl gescheitert sind. NX sagt, die Einschränkung beim RE4 sei ein sogenannter Leistungseinbehalt, und beruft sich auf ein Zurückhaltungsrecht. Dieser Streit findet, wie andere auch, auf dem Rücken der betroffenen Fahrgäste statt.  [el]
 
23-Okt-25 Schiene.NRW - Stellungnahme von PRO BAHN
Das Verkehrsministerium in Nordrhein-Westfalen plant, die Aufgabenträgerschaft für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Zuge einer Strukturreform einer zentralen Stelle namens Schiene.NRW zu übertragen. Die Vorschläge dazu stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Stellungnahmen vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, vom Zweckverband go.Rheinland, vom Städtetag NRW oder vom Landkreistag enthalten deutliche Änderungswünsche. Auch der Fahrgastverband PRO BAHN hat nun den entsprechenden Gesetzentwurf kommentiert und fordert "mehr Fahrgastbeteiligung, Bürgernähe, Digitalisierung, Schienenkompetenz" (Stellungnahme im Volltext). Bereits im März hatte PRO BAHN NRW seine Vorstellungen zu einem einheitlichen SPNV-Aufgabenträger vorgelegt.  [el]
 
22-Okt-25 Noch später nach Groningen - Teil 3
Seit Dezember 2024 sollten Züge der sogenannten Wunderline über die neugebaute Friesenbrücke zwischen Bremen und Groningen fahren. Seitdem wird die Eröffnung im Halbjahrestakt verschoben. Heute hat die DB bekanntgegeben, dass "nach derzeitigem Stand" ab Sommer 2026 dort mit durchgehendem Zugverkehr gerechnet werden kann. Irgendein Vorgänger des jetztigen Bundeskanzlers hatte vor Jahren mal das "neue Deutschlandtempo" ausgerufen. Bei der Bahn ist davon trotz Beteuerungen diverser Verkehrsminister nicht viel angekommen.  [el]
 
21-Okt-25 Fahrgastverband PRO BAHN zum Fahrplanwechsel der DB
Der Fahrgastverband PRO BAHN bewertet den kommenden Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn als einschneidend und für viele Regionen problematisch. Während die Systematisierung des Angebots Potenzial für mehr Betriebsstabilität bietet, droht gleichzeitig eine dauerhafte Abkopplung ländlicher Regionen vom Fernverkehr, die PRO BAHN besonders kritisch sieht. Die Hauptschuld für diese Entwicklung trage die Bundespolitik: Durch die Finanzierung der DB InfraGO über Eigenkapital mit gesetzlich vorgegebenem Zinssatz explodiere die Schienenmaut. Zudem fehle Bund, Ländern und Verkehrsunternehmen bis heute eine Vision, wie das Deutschlandticket mit dem Flächennetz im Fernverkehr verbunden werden kann.  [el]
 

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