Aktuelle Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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20-Okt-26 Transparenz bei DB-Preisen gefordert
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert, dass die in der Werbung genannten Preise für DB-Sparangebote häufig nicht mit den bei der Buchung real verfügbaren Tickets übereinstimmt. Außerdem weist der vzbv darauf hin, dass das Versprechen, die Preise im Fernverkehr nicht zu erhöhen, von 2025 auf 2026 nicht eingehalten wurde. Dadurch dass die Verfügbarkeit günstiger Sparpreise reduziert wurde, ergab sich in vielen Fällen eine teils deutliche Preissteigerung. Der vzbv bezeichnet die DB-Preisbildung als "Tarifdschungel" und fordert ein "transparenteres Preissystem".
Dass auch bei Umleitungen wegen Bauarbeiten die Fahrgäste zusätzlich zur Kasse gebeten werden, zeigt ein aktuelles Beispiel in Frankfurt, wo durch das Nicht-Anfahren des Hauptbahnhofs zusätzliche Kosten für die S-Bahn entstehen (LinkedIn, Bluesky). Hintergrund ist dabei die schlecht gemachte Preisbildung beim Umstieg ICE/Nahverkehszüge. Teilweise führen Baustellen auch zur Nicht-Verfügbarkeit durchgehender Fahrkarten.  [el]
 
19-Okt-26 Nachhaltiger Tourismus braucht einen starken öffentlichen Verkehr
Am vergangenen Wochenende haben die beiden Fachausschüsse "Tarife und Fahrgastrechte" sowie "Tourismus" des Fahrgastverbands PRO BAHN gemeinsam auf Usedom getagt. Unter dem Motto "Nachhaltiger Tourismus braucht einen starken öffentlichen Verkehr" wurde im Rahmen der Tagung eine Resolution verabschiedet, die auf folgende Punkte näher eingeht: Bahnverbindungen in touristischen Regionen ausbauen und reaktivieren, Gästekarten mit umfassender ÖPNV-Nutzung anbieten, einheitliche und verständliche Tarife schaffen, digitale und analoge Angebote gleichermaßen sichern, grenzüberschreitenden Verkehr stärken, sowie Fernverkehr und internationale Fahrkartenangebote verbessern. Als Fazit fordert PRO BAHN Politik, Verkehrsunternehmen, Kommunen und Tourismusorganisationen auf, den öffentlichen Verkehr als festen Bestandteil einer nachhaltigen Tourismusstrategie zu stärken.  [el]
 
17-Okt-26 Plan für verlässliche SPNV-Planung
Der Bundesverband Schienennahverkehr reagiert auf beispielsweise für den Knoten München entstandene Diskussionen, welche Züge bei überlasteten Schienenwegen Vorrang bei der Trassenvergabe haben sollen. Dazu wurde ein "5-Punkte-Plan zum Schutz des Nahverkehrs" vorgestellt (Pressemitteilung). Neben dem Stationsausbau für längere Züge wird gefordert, den Deutschlandtakt als Ziel festzuschreiben und die nötigen Projekte umzusetzen. Taktverkehre und Deutschlandtakt sollen in der nationalen Umsetzung der EU-Kapazitätsverordnung verankert werden. Der Mix der Verkehrsarten bei überlasteten Strecken soll durch externe Gutachter festgelegt werden; der SPNV als Daseinsfürsorge dabei geschützt werden. Bei der Fahrplanerstellung (§52 ERegG) soll der Bund DB InfraGO anweisen, dem SPNV Priorität zu geben. Trassen weniger aufgrund der zu erzielenden Einnahmen zu vergeben, käme wohl auch dem bisher wirkungslosen Gemeinwohlanspruch von DB InfraGO entgegen.  [el]
 
16-Okt-26 Die Lieblingsbusfahrer/-innen 2026
Stellvertretend für die rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer, die täglich auf deutschen Straßen im Einsatz sind, wurden in diesem Jahr fünf Fahrerinnen und Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet als „Lieblingsbusfahrer:innen 2026“ prämiert. Der gemeinsam vom Fahrgastverband PRO BAHN, DB Regio, dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) getragene Wettbewerb rückt damit die Menschen am Steuer in den Mittelpunkt, die mit Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Umsicht den Alltag der Fahrgäste vorbildlich prägen. Weitere Informationen zu Wettbewerb sowie Stimmen von der Preisverleihung gibt es in einer Pressemitteilung. Die Preisträger und ihre Geschichten werden auf den Seiten des Wettbewerbs ausführlicher gewürdigt.  [el]
 
15-Okt-26 Ansbach ist Bahnhof des Jahres 2026
Der Bahnhof des Jahres 2026 steht im mittelfränkischen Ansbach. Die Jury des Wettbewerbs, in der auch der Fahrgastverband PRO BAHN vertreten ist, lobt den Bahnhof als "gelungenes Gesamtpaket". Hervorgehoben werden die Verknüpfung zu anderen Verkehrsmitteln, die Serviceangebote und die Aufenthaltsqualität. Ein paar Verbesserungsvorschläge zur Bahnhofsgestaltung und zum Busbahnhof gibt es auch. Der bayerische Verkehrsminister freut sich über die achte Auszeichung eines Bahnhofs in Bayern.  [el]
 
13-Okt-26 Bessere Ersatzverkehre Hannover-Berlin
Seit dem 2. Oktober hält in Wolfsburg kein Fernzug mehr, in Stendal keiner mehr Richtung Berlin und Hannover. Ob sich das bis zum Ende der Bauarbeiten im Dezember 2027 ändert, ist laut DB weiter "in Prüfung". Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert von DB Fernverkehr direkte Züge zwischen Wolfsburg und Berlin über Magdeburg, schnelle Verbindungen für die Altmark. Längere Wege durch Zugumleitungen dürfen Fahrkarten nicht verteuern. Von DB InfraGO erwartet PRO BAHN, dass die Lehrter Stammbahn als Umleitungsstrecke früher in Betrieb geht. Auf keinen Fall dürfen für Umleiterzüge weitere Nahverkehrsstrecken ersatzlos gesperrt werden. Ganzjährige Herausnahme von Linien wie im Fall der S4 zwischen Hannover und Hildesheim sind nicht akzeptabel.  [el]
 
13-Okt-26 Neuer Bahnfahrplan ab Dezember
Ab morgen sind Bahntickets für den neuen Fahrplan ab 13. Dezember buchbar. Wie üblich stellt die DB einige Neuerungen und Änderungen in einer Pressemitteilung vor. Auch Flix bewirbt heute kommende Verbesserungen beim Flixtrain-Netz.  [el]
 
10-Okt-26 Teildemontage des Zugangebots nach Hildesheim
Als Folge der mindestens ein Jahr andauernden Streckensperrung zwischen Lehrte und Berlin (die in ihren Auswirkungen wiederum Folge der Unfähigkeit ist, eine Umleitungsstrecke rechtzeitig zu elektrifizieren), und dem dadurch entstehenden Bedarf, für Güterzüge andere Strecken zu finden, wird der Bahnverkehr zwischen Hildesheim und Hannover stark eingeschränkt. Während in jüngster Vergangenheit immer wieder wochenlang die Züge des RE10 gestrichen und Fahrgäste auf die Züge der S-Bahn verwiesen wurden, wurde nun beschlossen, eine S-Bahn-Linie ab Dezember ganzjährig komplett entfallen zu lassen. Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht große Kapazitätsprobleme auf die Fahrgäste zukommen und fordert von allen Verantwortlichen Anstrengungen, um für die Fahrgäste akzeptable Lösungen zu erzielen.  [el]
 
09-Okt-26 Bahnreaktivierung in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg will weiterhin Strecken reaktivieren, aber weniger als bisher geplant waren. 2020 hatte das Land mit einem Reaktivierungsoffensive begonnen, und zunächst 42 Strecken als Kandidaten benannt. Durch Machbarkeitsstudien und unterschiedliche Interessen vor Ort war diese Zahl später reduziert worden. Aufgrund der finanziellen Situation des Landes hat die seit Mai amtierende Verkehrsministerin Razavi (CDU) die Zahl der Reaktivierungskandidaten nochmals um etwa die Hälfte reduziert. Zum Vergleich sei auf Archivseiten vom September 2026 und Dezember 2025 verwiesen. Seit Anfang 2026 verkehrt nach einer komplexen Reaktivierung die Hermann-Hesse-Bahn wieder zwischen Weil der Stadt und Calw (siehe auch aktuellen Reisebericht).  [el]
 
09-Okt-26 Neuer Zeitplan Korridorsanierungen
Wie nach Äußerungen von Bundesverkehrsminister und Bahnchefin zu erwarten war, wird der Zeitplan der Korridordanierungen (früher: "Generalsanierungen") nochmals gestreckt. Ministerium und DB haben sich auf die Sprachregelung "angepasst und verschlankt" geeinigt. Zwischen 2027 und 2031 sollen jetzt 13 statt 21 Strecken saniert werden. Die Zahl 21 stammt dabei aus der ersten Verlängerung des Zeitplans von Mitte 2025. 2024 war angekündigt worden, bis 2030 40 Strecken zu sanieren. Weitere Strecken sollen nach 2031 saniert werden, wobei kein Enddatum genannt wird. So soll unter anderen die Sanierung der linken Rheinstrecke auf 2028 (Nordteil) und einen Zeitraum nach 2031 aufgeteilt werden. Die DB verspricht eine bessere Steuerung der Netzkapazität während der Sanierungen, verlässliche Inbetriebnahmen, dass die sanierten Strecken "möglichst bis zu 10 Jahre weitgehend frei von größeren baubedingten Einschränkungen" bleiben, und für alle Sanierungen ab Anfang der 2030er-Jahre den Umbau auf ETCS Level 2 ohne Signale.  [el]
 

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