(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

RSS-LogoRSS
Facebook-LogoFacebook
LinkedIn-LogoLinkedIn
FediverseFediverse
BlueskyBluesky
PRO BAHN beitretenPRO BAHN beitreten

09-Okt-26 Neubaustrecke Hannover - Hamburg beschlossen
Nachdem im September ein Streit in den Regierungsfraktionen noch einen Beschluss verhindert hatte (siehe Meldungen vom 17.9. und 23.9.), hat der Bundestag gestern Abend den Bau der Neubaustrecke Hannover–Hamburg beschlossen. Angenommen wurde damit die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zum Bericht des Verkehrsministerium über die Baumaßnahme. Der Bericht enthält die von der DB im Zuge der Vorplanung ermittelte Vorzugsvariante.  [el]
 
08-Okt-26 Hin und Her beim Wettbewerb im Fernverkehr
Nachdem die Anstrengungen von Italo bekanntgeworden waren, in den deutschen Schienenfernverkehr einzusteigen, fanden im Sommer heftige Diskussionen zum Bahnwettbewerb statt. Die Bundesnetzagentur hatte daraufhin den Markteintritt weiterer Bahnunternehmen erleichtert und der DB InfraGO Auflagen zur Trassenvergabe gemacht. Diese Auflagen wurden heute vom Verwaltungsgericht Köln gekippt. Der Fahrgastverband PRO BAHN bleibt bei seinem Standpunkt, dass nicht Bundesnetzagentur oder DB InfraGO über die Bedingungen für die Bahnunternehmen entschieden sollten, sondern dass der Bund gesetzlich regeln muss, wie der Fernverkehr auf der Schiene organisiert wird. Die Versäumnisse des Gesetzgebers in dieser Frage bestehen schon viele Jahre; die Folgen werden immer deutlicher.  [el]
 
07-Okt-26 Der Pfaffensteigtunnel und seine Folgen
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die falsche Prioritätensetzung beim Ausbau der Gäubahn. Die Beseitigung des eingleisigen Engpasses südlich von Horb muss Vorrang vor dem Bau des Pfaffensteigtunnels haben. Der Baustart des Pfaffensteigtunnels am 12. Oktober 2026 bedeutet auch, dass der größte Engpass der internationalen Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich vorläufig festgeschrieben wird. PRO BAHN weist auch auf die nicht immer geradlinigen Methoden der Wirtschaftlichkeitsberechnung hin, und darauf, dass die betrieblichen Möglichkeiten nach Fertigstellung nicht optimal sind. Gefordert wird, den zweigleisigen Ausbau im südlichen Abschnitt der Gäubahn vorzuziehen. Außerdem spricht sich PRO BAHN dafür aus, die Gäubahn weiter über die Panoramabahn oberirdisch bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu führen und diese Strecke für einen leistungsfähigen Regionalverkehr auszubauen.  [el]
 
07-Okt-26 Spendenaktion für Bahnhaltepunkt
1998 wurde im zur Stadt Nauen gehörenden Groß Behnitz eine Situation geschaffen, die keinen Zughalt dort mehr erlaubte. Der Fahrgastverband PRO BAHN Berlin/Brandenburg hält das Einzugsgebiet für wichtig genug, dort wieder einen nutzbaren Haltepunkt zu errichten. Er unterstützt daher die Stadt Nauen und eine örtliche Initiative durch eine Spendenaktion dabei, eine Machbarkeitsstudie zu finanzieren.  [el]
 
06-Okt-26 PRO BAHN zum Infraplan
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt den Infraplan 2026, den das Bundesministerium für Verkehr heute vorgestellt hat. Der Inhalt des Infraplans ist allerdings ernüchternd. Betrachtet werden Vorhaben, für die Baurecht, Finanzierung und ein Inbetriebnahmetermin vorliegen. Wegen fehlendem Baurecht ergibt das für 2029 keinen einzigen neuen Gleiskilometer. Der Anteil elektrifizierter Strecken steigt bis 2030 nur um einen Prozentpunkt auf 63,7 Prozent. PRO BAHN fordert deshalb eine gesetzliche Grundlage für den Infraplan inklusive eines Finanzierungsplans, der die Vorhaben überjährig absichert.
Die ehrliche und offene Darstellung der Lage und der Aussichten für die kommenden Jahre wird vom Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt. Mängel und Störungen an der Infrastruktur, verursachten 2025 im Schnitt 28.820 Verspätungsminuten pro Tag, 2,4-mal so viele wie 2020. PRO BAHN kritisiert, dass viele Zielwerte, wie Pünktlichkeit, Termine der Korridorsanierungen, Digitalisierung fehlen oder unverbindlich sind. Kennzahlen, die messen, was bei den Fahrgästen ankommt, müssen bei der Fortschreibung besser stärker berücksichtigt werden, und das geht vernünftigerweise nur, wenn die Fahrgäste bei dieser Fortschreibung auch mitreden können.  [el]
 
06-Okt-26 Infraplan für die Schiene
Mit dem "Infraplan" hat das Bundesverkehrsministerium heute veröffentlicht, wie es sich die Weiterentwicklung der Schieneninfrastruktur in den nächsten fünf Jahren vorstellt. Das 80-seitige Dokument und insbesondere sein Anhang enthält unter anderem sehr viel Zahlenmaterial. Erste Wertungen gibt es beispielsweise von der Allianz pro Schiene, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, der Gewerkschaft EVG, und dem Verband "Die Güterbahnen". Dass der Infraplan schon etwas länger in Arbeit ist, sieht man an älteren Presseartikeln (SZ von 2024, RND von 2025). Aktuelle Artikel findet man auf unserem Social-Media-Kanal @bahnoev.  [el]
 
06-Okt-26 Generalsanierung linke Rheinstrecke
Der Fahrgastverband PRO BAHN weist Überlegungen, die Generalsanierung der linken Rheinstrecke aufzuschieben oder gar auszulassen, entschieden zurück. Verschiedene Medienberichte hinterlassen den Eindruck, dass DB InfraGO die Sanierung nicht mehr für 2028 plant. Vorausgegangen waren Äußerungen von DB-Chefin Palla und Verkehrsminister Bilger, die den Zeitplan und die Art der Durchführung der Korridorsanierungen in Frage stellten. PRO BAHN fordert Bund und Deutsche Bahn auf, die Umsetzung der Generalsanierung 2028 verbindlich zu bestätigen. Die linke Rheinstrecke dürfe auch angesichts der Bundesgartenschau 2029 im oberen Mittelrheintal nicht zum Opfer einer ständig wechselnden Baustellenplanung werden.  [el]
 
05-Okt-26 Politischer Webfehler beim Deutschlandticket
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die Erhöhung des Deutschlandtickets von 63 auf 66,80 Euro ab Januar 2027. Bund und Länder setzen falsche Prioritäten: Seit dem 1. Oktober verbilligen sie Benzin und Diesel mit dem Tankrabatt um rund 17 Cent je Liter, die Teuerung beim ÖPNV wälzen sie dagegen auf die Fahrgäste ab. Der Tankrabatt kostet für drei Monate bis zu 2,5 Milliarden Euro. Für das Deutschlandticket stellen Bund und Länder zusammen 3 Milliarden Euro im Jahr bereit, gesetzlich fixiert bis 2030. Wer Diesel und Benzin entlastet und den Preis des Deutschlandtickets erhöht, setzt den Anreiz zum Umsteigen in die falsche Richtung. Der Fahrgastverband fordert, die Preisanpassung künftig an die Inflationsrate zu binden und den Rest aus öffentlichen Mitteln und Effizienzgewinnen zu decken. PRO BAHN verweist nochmals auf sein Konzept einen bundesweit einheitlichen Deutschlandtarif.  [el]
 
02-Okt-26 Wegen höherer Trassenpreise drohen Fahrplankürzungen
Die steigenden Trassenpreise im Bahnverkehr führen unter anderem in Sachsen dazu, dass Fahrplankürzungen im Regionalverkehr drohen. Die Zweckverbände, die den Zugverkehr bestellen und finanzieren, können die Kostensteigerungen nicht auffangen. Die Bundespolitik schiebt eine Reform des Trassenpreissystem immer weiter vor sich her. Die bisher fehlende Leistungsvereinbarung InfraGO (LV InfraGO) hat nun dazu geführt, dass die Trassenpreise noch schneller steigen, da DB InfraGO eigentlich erwartete Bundeszuschüsse nicht berücksichtigen muss. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher: Mehrkosten bei den Trassenpreisen müssen für 2026 und 2027 vom Bund ausgeglichen werden, die Trassenpreise sind auf Grenzkosten umzustellen, ein Termin für die Trassenpreisreform muss verbindlichen festgelegt werden. Vom Freistaat Sachsen erwartet PRO BAHN, das Regionalzugangebot durch eine Brückenfinanzierung zu sichern, ohne dass andere ÖPNV-Angebote gekürzt werden. Auf der Mitgliederversammlung von PRO BAHN Mitteldeutschland wurde unlängst die Resolution "ÖPNV zukunftssicher finanzieren" beschlossen.  [el]
 
01-Okt-26 Fahrgastsymposium 2026
Der Fahrgastverband PRO BAHN veranstaltet sein diesjähriges Fahrgastsymposium am 14. und 15. November in Magdeburg. Die Tagung steht unter dem Motto: "Fern-Regio-Verkehre – Überwindung von Verantwortungsgrenzen". Der Entwurf für das geplante Programm und weitere Daten können einer PDF-Datei entnommen werden. Am Samstagvormittag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer verkehrshistorischen Stadtführung mit historischer Straßenbahn. Samstags wird ein gemeinsames Abendessen angeboten. Im Verlauf der Abendveranstaltung werden auch die Fahrgastpreise von PRO BAHN verliehen. Interessenten werden gebeten, sich per Online-Formular anzumelden.  [el]
 

neuere Einträge  ältere Einträge