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26-Jan-26 |  | Christian Behrendt verstorben |
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Christian Behrendt war jemand, der sich massiv für den öffentlichen Verkehr insbesondere in Hessen eingesetzt hat. Er war dem Fahrgastverband PRO BAHN sehr verbunden, und hat im Bereich Neu- und Ausbauprojekte der Bahn wichtige Zuarbeit geleistet. Lange bevor der Deutschlandtakt ein offizielles Projekt der Bundesregierung wurde, argumentierte er mit Anschlusserreichung und Taktknoten bei der Auslegung von Infrastrukturprojekten. Auch wenn er sich öffentlich oft im Hintergrund gehalten hat, hat er stets die Interessen der Fahrgäste in den Vordergrund gestellt. Nun hat uns Christian mit 61 Jahren viel zu früh verlassen. PRO BAHN hat mit ihm einen Freund und Kollegen verloren. [el] |
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24-Jan-26 |  | Zum Tod von Carsten Carstensen |
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Carsten Carstensen, Geschäftsführer RDC Deutschland, ist kurz nach seinem 56. Geburtstag verstorben. Auch der Fahrgastverband PRO BAHN trauert um ihn, der viel zu früh nach schwerer Krankheit von uns gegangen ist. Mit ihm verliert die deutsche Eisenbahnlandschaft einen leidenschaftlichen Vorkämpfer für den Nachtzugverkehr in Deutschland und Europa. Mit seinem visionären Denken und seinem unermüdlichen Einsatz hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Nachtzug in Deutschland nicht nur überlebte, sondern eine Renaissance erlebte und damit den Weg für eine umweltfreundliche Alternative zum Fliegen geebnet. Was Carsten Carstensen für uns als Fahrgastverband besonders auszeichnete, war seine Bereitschaft zum Dialog auf Augenhöhe. Er suchte stets den Austausch mit den Fahrgästen, hörte zu und nahm Anregungen ernst. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Sein Engagement für einen fahrgastfreundlichen Bahnverkehr bleibt uns Verpflichtung. Eine ausführliche Würdigung hat RDC Deutschland veröffentlicht. [el] |
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23-Jan-26 |  | SPNV im MVV - Zukunftsperspektiven oder Horrorszenario? |
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2017 hatten wir auf ein Positionspapier der MVV-Landkreise zum SPNV hingewiesen, und 2020 auf dessen Fortschreibung. Die aktuelle zweite Fortschreibung erfolgt nun im Namen der Verbundlandkreise und -städte eines größer gewordenen MVV-Gebiets, wobei die Stadt München nicht beteiligt ist. Die MVV-Erweiterungen bringen es mit sich, dass über das 2017 und 2020 im Fokus stehende S-Bahn-Netz hinausgeschaut wird. Bei der Beschreibung der Ausgangslage geht es hauptsächlich um die Schieneninfrastruktur (überlastet, sanierungsbedürftig, Maßnahmen zu teuer und dauern zu lange, zu geringe Finanzierung, langfristige Programme nötig), aber auch um die unsichere Finanzierung des Bahnbetriebs. Im weiteren Text wird unter der Überschrift "Schlimmer geht immer?" als mögliches "Horrorszenario" genannt, dass ganze Streckenabschnitte wegen Mängeln der Infrastruktur langfristig stillgelegt werden. Der Bahnknoten München wird als "Schlüssel und Sorgenkind des öffentlichen Verkehrs" bezeichnet. ("Ausbaumaßnahmen laufen, aber reichen bei weitem nicht aus", siehe auch PRO-BAHN-Text von 2023.) Am Ende des Papiers wird eine "Vision Bahnknoten München 2050" skizziert – der Weg dahin bleibt vage. Vom Verkehrsministerium gibt es eine Pressemitteilung zum Positionspapier und vom Merkur einen Artikeltext als Zusammenfassung. [el] |
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22-Jan-26 |  | Streit um Bahnbaustellen |
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Die österreichische Westbahn und die Bayerische Regiobahn (BRB) haben in einer Pressekonferenz am Mittwoch das Baustellenmanagement von DB InfraGO heftig kritisiert. "Kurzfristige Baustellen, fehlende Abstimmungen und unklare Zuständigkeiten" seien kein Ausnahmezustand, sondern "gelebter Alltag". Sie fordern mehr zeitlichen Vorlauf, keine kurzfristigen Planänderungen, und ein Ende des "Zuständigkeits-Pingpong" bei der DB. Entsprechende Vorwürfe und Forderungen gibt es seit vielen Jahren, ohne dass sich erkennbar etwas zum Besseren geändert hätte. Die Medien zitieren Aussagen des Westbahn-Chefs, nachdem in Deutschland "Eisenbahn wie in der Steinzeit" praktiziert würde. Auch das Bundesverkehrsministerium kommt nicht gut weg. Die DB wehrt sich gegen den Vorwurf, das Schienennetz in Bayern vernachlässigt zu haben. Betroffene Fahrgäste werden ihre eigene Meinung dazu haben, ob die DB ihren Anspruch erfüllt, Reisende immer rechtzeitig und gut zu informieren. Norbert Moy vom Fahrgastverband PRO BAHN war bei der Pressekonferenz dabei und wird in den Presseartikeln zitiert. [el] |
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21-Jan-26 |  | Offener Brief zur Neubaustrecke Hamburg–Hannover |
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In einem Offenen Brief an die verkehrspolitischen Sprecher von Union und SPD im Bundestag und weitere Koaltionsabgeordnete fordern verschiedene Verbände die Umsetzung der Neubaustrecke Hamburg–Hannover. Die Regierungsfraktionen werden aufgefordert, im Rahmen der parlamentarischen Befassung die Haushaltsmittel für das Projekt bereitzustellen. Die Bundesregierung hat im Dezember den Bundestag über das Projekt unterrichtet, und empfiehlt gemäß der vom Eisenbahn-Bundesamt durchgeführten Bewertung die Umsetzung der von DB InfraGO geplanten Variante. Der Offene Brief wurde unterzeichnet von Verkehrsclub Deutschland, Fridays for Future Deutschland, Allianz pro Schiene, Fahrgastverband PRO BAHN, Initiative Deutschlandtakt, NextGen Deutschlandtakt und Jusos Niedersachsen. [el] |
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21-Jan-26 |  | Kleine Anfragen zu Bahnprojekten und Bahnanlagen |
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Vor einer Woche hatte der Tagesspiegel über fehlendes Geld für Bahnprojekte berichtet. Das offizielle Dookument des Bundestages mit der Antwort auf die entsprechende Frage (Nr. 13) war damals noch nicht online. Inzwischen kann man auch die anderen Antworten zum "Umsetzungsstand der Bahnprojekte des Bedarfsplans Schiene" nachlesen. Dem Eindruck, dass die fehlende finanzielle Deckung den Bahnausbau in Deutschland insgesamt verzögert, kann man sich nicht entziehen. Zwei weitere Kleine Anfragen drehen sich um bayerische Projekte. Während die Bundesregierung zu "Elektrifizierungsquote und Ausbauvorhaben" Auskunft gibt, hält das Bundesverkehrsministerium Angaben zum "Zustand von Bahnanlagen" für zu vertraulich, also nicht für die Öffentlichkeit geeignet. [el] |
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19-Jan-26 |  | Kostensteigerung und Zeitverzögerung europäischer Verkehrsprojekte |
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Der Europäische Rechnungshof hat einen aktualisierten Bericht zu prognostizierten Kosten und Fertigstellungsterminen großer Verkehrsprojekte vorgelegt (Pressemitteilung, Übersichtsgrafik). Untersucht wurden dabei acht "Transport Flagship Infrastructures" (TFI), die Mehrzahl davon Bahnprojekte. Fast alle sind teurer geworden, wobei die stärksten Steigerungen bei den TFI "Rail Baltica", "Kanal Seine–Nord Europe" (Nord-Frankreich), und "Eisenbahnverbindung Lyon−Turin" entstanden sind. Bei den Zeitverzögerungen ist für Deutschland relevant, dass die "Feste Fehmarnbelt-Querung" ursprünglich 2018 fertig sein sollte und jetzt eine Eröffnung für 2029 geschätzt wird. Der "Brenner-Basistunnel" war mal für 2016 geplant, die Eröffnung wurde bereits 2020 auf 2028 verschoben und wird nun für 2032 erwartet. Das ist allerdings keine Aussage zu den Zulaufstrecken in Deutschland. Keines der betrachteten Projekte schafft es, inklusive Anschlussinfrastruktur bis 2030 für den Güterverkehr voll nutzbar zu sein. [el] |
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16-Jan-26 |  | Winter und Bahn im Norden |
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PRO BAHN Schleswig-Holstein/Hamburg kritisiert, dass DB InfraGO nicht ausreichend in die Vorbereitung auf den Winter investiert habe. Der vergangene Wintereinbruch habe gezeigt, dass nicht ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schneefräsen, Schneepflüge und Schneeschleudern vorgehalten wurden. Auch die Fahrgastinformation zu den Ausfällen und den Verspätungen in den Fahrplanmedien der Aufgabenträger und der Eisenbahnverkehrsunternehmen sei insgesamt nicht konsistent und verlässlich gewesen. PRO BAHN fordert, dass die Vorbereitung auf den Winter aufgearbeitet wird, um künftig sicherzustellen, dass der Schienenverkehr auch im Fall eines Wintersturmes aufrecht erhalten werden kann. [el] |
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14-Jan-26 |  | Bedeutung von Straßenbahnen für urbane Mobilität |
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Früher gab es in Deutschland deutlich mehr Städte mit Straßenbahnsystemen und in der meisten Städten ein dichteres Straßenbahnnetz als heute. Eine aktuelle Übersichtsstudie untersucht die Auswirkungen der Abschaffung und Reduzierung von Straßenbahnnetzen zwischen 1948 und 1990. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Größe der Netze und dem Pkw-Besitz gibt. Der Ersatz durch andere öffentliche Verkehrsmittel konnte den Rückgang der Fahrgastzahlen durch den Verlust von Straßenbahnstrecken nicht kompensieren. Dies deutet darauf hin, dass schienengebundene Verkehrsmittel für einen nachhaltiger städtischen Verkehr unverzichtbar sind. [el] |
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14-Jan-26 |  | Bund fehlt Geld für Bahnprojekte |
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Fünf größere Bahnprojekte sind wegen mangelnder Finanzierung durch den Bund gefährdet, wie der Berliner Tagesspiegel heute schreibt. Dazu gehören u.a. die Mitte-Deutschland-Verbindung in Thüringen, die Wallauer Spange bei Wiesbaden, der Bahnknoten Mannheim, das KV-Terminal Regensburg, und der Ausbau zwischen Mühldorf und Freilassing/Salzburg. Auch im Raum Berlin/Brandenburg gibt es heftige Irritationen zu finanziell nicht gesicherten Schienenprojekten, wie die betroffenen IHKs heute mitteilen. [el] |
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