(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

RSS-LogoRSS
Facebook-LogoFacebook
LinkedIn-LogoLinkedIn
FediverseFediverse
BlueskyBluesky
PRO BAHN beitretenPRO BAHN beitreten

01-Sep-25 DB zu Konsequenzen aus Garmischer Zugunglück
Am 3. Juni 2022 kam es bei Burgrain nördlich von Garmisch-Partenkirchen zu einen Zugunglück, das fünf Tote und 72 Verletzte forderte. Als Hauptursache für das Unglück gelten fehlerhafte Betonschwellen. In der Folge wurden von DB InfraGO auf zahlreichen Streckenabschnitten Schwellen ausgetauscht; eine Maßnahme die noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Dazu gehört auch, dass die Regeln zur Bewertung des Zustands der Schwellen verschärft und Mitarbeiter entsprechend geschult wurden. Die DB hat zur Analyse der Unfallursachen und der Verantwortlichkeiten eine Anwaltskanzlei beauftragt. Diese Kanzlei kommt zu dem Schluss, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre: "Der Unfall war die unmittelbare Folge regel- und pflichtwidrigen Verhaltens des vor Ort tätigen betrieblichen Personals." Darüber hinaus habe die damalige DB Netz "unzureichend auf die auf mehreren Ebenen in der Organisation vorliegenden umfangreichen Erkenntnisse zu geschädigten Betonschwellen reagiert und den Unfall hierdurch ermöglicht". Dies schließe "damals ressortverantwortliche Vorstandsmitglieder" mit ein. Angeklagt wegen des Unfalls sind allerdings keine ehemaligen Vorstandsmitglieder, sondern ein Fahrdienstleiter und ein Bezirksleiter Fahrbahn der DB InfraGO. Seit Juni liegt ein Bericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung vor, in dem im Kapitel "Menschliche Faktoren" auch etwas zu Konflikten, Druck auf Mitarbeiter und Zwängen (wie z.B. Budgetplanung) außerhalb des direkten Einflussbereichs zu lesen ist.  [el]
 
01-Sep-25 Bahnfahren mit Behinderung in Europa
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in Deutschland weist in einer Pressemitteilung auf Regelungen zum barrierefreien Reisen in Europa hin. Speziell genannt wird eine Webseite zum Bahnfahren mit dem deutschen Schwerbehindertenausweis und eine Übersicht über die Regelungen in den verschiedenen Ländern. Neben anderen ist das EVZ auch eine Quelle für Informationen zu Fahrgastrechten im Bahnverkehr.  [el]
 
28-Aug-25 Plakatserie zu #CrossBorderRail
Anfang August hatten wir auf eine erste Bilanz von Jon Worths #CrossBorderRail-Projekt hingewiesen. Eine anderer Form der Zusammenfassung existierender Probleme zeigt eine Plakatserie der Heinrich-Böll-Stiftung. Genannt sind "fehlende Infrastruktur", "keine Personenzüge", "unzureichende Fahrpläne" sowie "Daten & Ticketprobleme". Auf einem weiteren Plakat werden gute Beispiele für Eisenbahnverbindungen im ländlichen Raum gezeigt. (Download der Plakat als PDF - 36 MB)  [el]
 
28-Aug-25 Lange Sperrung Berlin - Bitterfeld
In einer Pressemitteilung weist der Fahrgastverband PRO BAHN darauf hin, dass die sogenannte Anhalter Bahn, die Berlin u.a. mit Leipzig und Halle verbindet, ab 24. September für fast drei Monate gesperrt wird. PRO BAHN rügt die schlechte Öffentlichkeitsarbeit der DB, die weit hinter den politisch anscheinend wichtigeren Generalsanierungen der Riedbahn oder zwischen Hamburg und Berlin zurückfällt. Die Fahrzeitverlängerung Richtung Frankfurt und München sind durch die Sperrung sogar größer als Richtung Hamburg. PRO BAHN fordert einen verlässlichen Baustellenkalender als langfristige, transparente Übersicht für die Fahrgäste, sowie einen Ersatverkehr auf dem Standard bisheriger Generalsanierungen.  [el]
 
28-Aug-25 Mitgliederversammlung PRO BAHN NRW
Am 27.9.2025 findet in Wuppertal die Mitgliederversammlung des Fahrgastverband PRO BAHN NRW statt. Während die Mitgliederversammlung um 14 Uhr beginnt, gibt es bereits um 12 Uhr einen Gastvertrag von Georg Seifert vom VRR. Thema des Vortrags ist die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Köln und Hagen sowie das Baustellenmanagement. (Veranstaltung bei Facebook)  [el]
 
26-Aug-25 PRO BAHN Post September 2025
Pünktlich zum morgigen Stammtisch von PRO BAHN in München gibt es eine neue PRO BAHN Post. Nach einem Hinweis auf die Mitgliederverammlung von PRO BAHN Bayern und den immer lesenswerten Kurznachrichten, folgen dann fünf ebenso lesenswerte Artikel. "Mehr Züge oder mehr Pünktlichkeit?" scheint momentan eine Frage zu sein, um deren Antwort gerungen wird. Zurecht weist der Autor darauf hin, dass ein ausgedünnter Fahrplan oft schlechtere Anschlüsse und damit längere Reisezeiten und mehr Wartezeit bei Störungen bedeutet. Dazu, dass immer noch keine S-Bahn nach Geretsried fährt, gibt es gleich zwei Texte: Historisches und noch mehr Historisches. Nicht historisch sondern leider aktuell ist das Ausbremsen der Züge nach Bayrischzell durch defekte Schwellen. Wenn es kein Ergebnis gibt, wird bei diplomatischen Verhandlungen schon mal die Uhr angehalten. Dieselbe Strategie verfolgt die DB anscheinend bei der Ewigkeitsbaustelle Rosenheimer Platz. Und bevor am Ende der PRO BAHN Post die Terminhinweise folgen, gibt es noch Erfreuliches aus Italien zu berichten.  [el]
 
25-Aug-25 Schienenanbindung Flughafen München
Das Thema einer verbesserten Anbindung des Münchner Flughafens ist so alt wie der Flughafen selber. Jetzt hat der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) eine Studie des IFO-Instituts finanziert, die zeigen soll, wie ein Fernverkehrshalt am Flughafen die "Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und künftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Erding-Freising und die umgebende Region" positiv beeinflussen kann. These des BIHK ist, dass die Bahnanbindung des Münchner Flughafens einem internationalen Drehkreuz nicht gerecht wird. Die Vorschläge sind indessen nicht neu. Im Nahverkehr scheitert eine Verbesserung bisher an bestehenden Engpässen wie München–Neufahrn, an der extrem verspäteten zweiten S-Bahn-Stammstrecke, an der irgendwann folgenden Baustelle zwischen Daglfing und Johanneskirchen, wo die Stadt München einen Tunnel möchte, am fehlenden Ringschluss nach Erding, und am nicht erfolgten Ausbau über Mühldorf Richtung Österreich. Für den Fernverkehr gibt es seit 2022 die Projektidee der DB zu einer Neubaustrecke nach Ingolstadt mit einen Flughafenabzweig, die in den Bedarfsplan für die Bundesschienenwege bisher nur unter "Vorhaben des Potentiellen Bedarfs" (Unterabschnitt 2, Lfd. Nr. 18) aufgenommen wurde.  [el]
 
25-Aug-25 Kiel - kein Strom, keine Züge
Früher gab es rund um Kiel zahlreiche Bahnverbindungen mit Dieselzügen. Dank der der neuen Akkuzüge sind diese Zeiten vorbei. Das Laden der Akkuzüge in Schleswig-Holstein erfolgt über im Raum Kiel vorhandene Oberleitungen und mit Bahnstrom. Die Bahnstromversorgung wird dabei ausschließlich über die elektrifizierte Strecke Neumünster – Kiel sichergestellt. Deren Oberleitung wurde heute morgen durch einen Baum beschädigt. Als Folge fielen nicht nur die Züge auf dieser Strecke aus, sondern auch auf den Strecken, die von Kiel aus mit Akkuzügen betrieben werden (Meldung Erixx, Meldung Nordbahn). Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert eine bessere Bahnstromversorgung Kiels in Form einer zweiten Bahnstromleitung. Mit dem vermehrten Aufkommen von Akkuzügen sollten solche Schwachstellen in allen betroffenen Netzen überprüft werden. Hier stehen neben DB InfraGO auch die zuständigen Aufgabenträger in der Verantwortung, darauf zu achten, dass Verträge für Akkuzüge durch eine redundante Stromversorgung abgesichert sind.  [el]
 
23-Aug-25 Der Fahrgast 3/2025
Alle Mitglieder und Abonnenten sollten inzwischen das aktuelle Magazin "der Fahrgast" des Fahrgastverbands PRO BAHN in ihrem Briefkasten gefunden haben. Und wer (noch) nicht zum diesem bevorzugten Personenkreis zählt, kann ein Abo abschließen oder das Magazin im Bahnhofsbuchhandel erstehen. Titelthema des Hefts ist der ÖPNV in ländlichen Regionen. Wie immer gibt es eine Inhaltsübersicht auf den Webseiten.  [el]
 
21-Aug-25 PRO BAHN trauert um Dr. Hartmut Buyken
Der Fahrgastverband PRO BAHN trauert um Dr. Hartmut Buyken. Dr. Buyken war von 2001 bis 2010 Mitglied im Bundesvorstand und stellvertretender Vorsitzender von PRO BAHN. In diesen Jahren prägte er mit seinem sachlichen Auftreten und seiner Fachkompetenz wesentlich das Bild des Fahrgastverbands in der Öffentlichkeit. Auch nach seiner Vorstandszeit vertrat er PRO BAHN weiter gegenüber den Medien, und war zudem immer ansprechbar für Fragen rund um Bahnthemen in seiner Heimatregion. Hartmut Buyken starb am 12. August im Alter von 86 Jahren.  [el]
 

neuere Einträge  ältere Einträge