(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr
| 29-Jun-25 | ![]() | Sonderfahrt Neubrandenburg - Friedland |
| Am Samstag, 12. Juli 2025, veranstaltet der Fahrgastverband PRO BAHN Mecklenburg-Vorpommern eine Sonderfahrt auf der Bahnstrecke Neubrandenburg – Friedland. Zum Einsatz kommt ein historischer Zug (Ferkeltaxe) des Hafenbahn Neustrelitz e.V. Für die Mitfahrt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. PRO BAHN möchte mit der Sonderfahrt für eine Reaktivierung der Bahnstrecke Neubrandenburg – Friedland öffentlichkeitswirksam werben. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde 1994 eingestellt. Ein Flyer zur Sonderfahrt zeigt u.a. einige Sehenswürdigkeiten, die beim anderthalbstündigen Aufenthalt in Friedland zu Fuß erreichbar sind. [el] | ||
| 29-Jun-25 | ![]() | 5. Kölner Bahnknotenkonferenz |
| Am 30. Juni findet die fünfte Kölner Bahnknotenkonferenz statt. Eine Informationsbroschüre "Der Knoten Köln auf dem Weg in die Zukunft" enthält einen Über- und Ausblick zum Infrastrukturausbau. Wie lang der Weg in die Zukunft sein wird, bleibt abzuwarten. Ein Zeitungsartikel stellt die sogenannte Westspange (Hansaring – Köln West – Köln Süd – Kalscheuren) in den Mittelpunkt, die Vorraussetzung für den dann irgendwann später erfolgende Ausbau Richtung Bonn ist, wo die Züge seit sehr vielen Jahren überlastet und unzuverlässig sind. Die Westspange befindet sich in der zweiten von vier Planungsphasen (Grundlagenermittlung & Vorplanung) vor Baubeginn. [el] | ||
| 28-Jun-25 | ![]() | Forderungen an Stuttgart-21-Taskforce |
| Noch bis zum 18. Juli laufen die Beratungen der S21-Taskforce, die wichtige offene Punkte im Zusammenhang mit der geplanten Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs im Dezember 2026 klären soll. Hinter verschlossen Türen entscheiden die Beteiligten dabei über Wohl und Wehe von Millionen Menschen, die auf einen funktionierenden Bahnverkehr in und um die Landeshauptstadt angewiesen sind. Drei Wochen vor Abschluss der Beratungen fordern mehrere Verbände, darunter der Fahrgastverband PRO BAHN, von der Taskforce eine klare Prioritätensetzung zu Gunsten von Fahrgästen, Klima und Umwelt. [el] | ||
| 28-Jun-25 | ![]() | ÖPNV-Verbund für ganz Sachsen |
| Der Fahrgastverband PRO BAHN wertet den Beschluss der Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) vom 27.06.2025 zum Zusammenschluss des ZVON mit dem ZVOE (Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe/VVO) als wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Für den neuen Verkehrsverbund Ostsachsen wird gefordert: einheitlicher und einfacher Tarif, Taktverdichtung, keine Abbestellungen oder Fahrplankürzungen, Verbesserung der Busverbindungen auch über die bisherigen Verbundgrenzen, langfristig Reaktivierungen, die Einbeziehung der Fahrgäste bei Entscheidungen und die konstruktive Zusammenarbeit mit Interessengruppen. Gleichzeitig sieht der Fahrgastverband PRO BAHN die Fusion nur als Zwischenschritt und erwartet, dass am Zusammenschluss der künftig vier sächsischen Verkehrsverbünde zu einem landesweiten Verbund gearbeitet wird. Informationen zur Fusion von ZVON und VVO gibt es in der ZVON-Beschlussvorlage, einem Zeitungsartikel und auf einer Erklärseite des VVO. [el] | ||
| 28-Jun-25 | ![]() | Streckenreaktivierungen Rheinland-Pfalz |
| Im April hatten wir über die geplante Reaktivierung von Bahnstrecken in Rheinland-Pfalz berichtet. Damals wurden die Ergebnisse der Nutzen-Kosten-Untersuchungen von den beiden SPNV-Aufgabenträgern vorgestellt. Insgesamt neun Strecken haben eine Bewertung erreicht, die eine Reaktivierung sinnvoll macht. Dies wurde jetzt im Wesentlichen durch die zuständige Ministerin bestätigt. Bei der Aartalbahn will man noch mal nachrechnen; hier ist für den hessischen Streckenanteil der Rhein-Main-Verkehrsverbund beteiligt. Wie schon im April gibt es weiterhin Diskussionen um die von der DB durchgeführte Wiederherstellung der Hunsrückbahn. Auch ansonsten ist der Meldung aus dem Ministerium kaum Neues zu entnehmen. Drei Streckenabschnitte mit schlechteren Bewertungen sind bei den weiteren Planungsphasen nicht mehr dabei. [el] | ||
| 28-Jun-25 | ![]() | Streit ums Deutschlandticket ohne Ende |
| Gestern fand eine Sonder-Verkehrsministerkonferenz statt, die das Ziel hatte, sich über die Zukunft des Deutschlandtickets zu einigen. Es hat schon viele solcher Konferenzen zum Deutschlandticket gegegeben, und wieder kam man bei der Frage der Finanzierung zu keinem nachhaltigen Ergebnis. Stattdessen wurde eine "Koordinierungsgruppe aus Bund und Ländern" vorgeschlagen, die zur nächsten "Sonder-Verkehrsministerkonferenz vor der nächsten regulären Verkehrsministerkonferenz einen Lösungsvorschlag unterbreiten soll". Damit geht der Zirkus um das Ticket weiter. Wahrscheinlich wird demnächst ein Aufpreis eingeführt, um all die Arbeitszeit der wichtigen Politiker und Beamten zu finanzieren, die bei den diversen Konferenzen zum Deutschlandticket verbraucht wird. Der vorstehende Satz ist zwar als Satire gemeint, wie der Ernst der Lage in deutlich mehr Worte gefasst werden kann, zeigt eine Pressemitteilung. [el] | ||
| 28-Jun-25 | ![]() | EPF-Newsletter |
| Der 92. Newsletter des europäischen Fahrgastverbands EPF ist erschienen. Themen sind u.a. ein Rückblick auf die EPF-Konferenz in Swindon, der Verband ProKolej als neues EPF-Mitglied aus Polen, Probleme bei Nutzung des französischen Schienennetzes, Vorstellung von Konzepten für bessere Bahnverbindungen in Europa und die bessere Verfügbarkeit internationaler Bahnfahrkarten. Ältere Newsletter und ein Link zum Abonnieren findet man auf der entsprechenden Webseite. [el] | ||
| 27-Jun-25 | ![]() | Neubaustrecke Hannover – Hamburg |
| Die DB hat heute ihre Planungen für eine Neubaustrecke Hannover – Hamburg vorgestellt. Aus den Bewertungen von von 29 Varianten ergaben sich vier Grundvarianten und als Vorzugvariante eine Trasse via Soltauer Heide und Celle. Ausbau der Bestandsstrecke, bestandsnaher Neubau sowie eine Variante via Fallingbostel schnitten bei Flächenverbrauch sowie bei Zahl der betroffenen Menschen (Gebäudeabriss, Lärm etc.) deutlich schlechter ab. Bestandsausbau und bestandnaher Ausbau bringen betriebliche Nachteile und sind zudem teurer, so dass sie weit unter einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1 bleiben. Die DB erläutert ihre Argumente in einer Pressemitteilung und einer Präsentation. Weitergehende Informationen gibt es auf den Projektseiten. Vollkommen an der rationalen Bewertung vorbei wird die Kritik am Vorgehen der DB durch niedersächsische Politiker allerdings aufrechterhalten. Das Misstrauen scheint so groß zu sein, dass es an Verschwörungstheorien erinnert. Stimmen aus Niedersachsen: Verkehrsminister Tonne, Landkreis Harburg, Landkreis Lüneburg, Landkreis Celle, Lars Klingbeil. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat sich, wie schon seit Jahren, für die Neubauplanung ausgesprochen. [el] | ||
| 27-Jun-25 | ![]() | Drohende Kürzungen im Thüringer Intercity-Netz |
| Bezug nehmend auf die Spiegel-Meldung von gestern warnt der Fahrgastverband PRO BAHN vor den Auswirkungen der beschriebenen Kürzungen auf das Thüringer Intercity-Netz. Falls die vom Spiegel offengelegten DB-Pläne Realität werden, würde auf der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) im Verlauf des Jahres 2026 das gesamte, auf der Saalbahn nahezu die Hälfte des bisherigen Fernverkehrsangebots eingestellt. Der Bund müsse zügig klären, welche Erwartungen er als Eigentümer der Deutschen Bahn an sein Unternehmen mit Blick auf Aspekte der Daseinsvorsorge und die Erreichbarkeit aller Regionen, nicht nur in Thüringen, habe. Die DB hat heute via Tagesspiegel eine abweichende Darstellung ihrer Pläne veröffentlich. [el] | ||
| 26-Jun-25 | ![]() | Leistungskostengutachten VDV |
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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sein neues Leistungskostengutachten vorgelegt. Für zwei Szenarien werden künftige Kosten berechnet. Eine Sicherung des Status Quo mit Modernisierung des ÖPNV und Abbau des Nachholbedarfs an Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge würde bis 2040 jährlich zusätzlich 1,44 Mrd. Euro kosten. Das Wachstumsszenario "Deutschlandangebot 2040" würde jährlich zusätzlich 3,36 Mrd. Euro erfordern. (Pressemitteilung, Kurzfassung, weitere Informationen) Ein Satz aus dem Gutachten lautet: "Der Zustand des deutschen ÖPNV ist kein Zufall und kein Managementversagen." Der ersten Aussage kann der Fahrgastverband PRO BAHN sicherlich zustimmen. Richtig ist natürlich auch, dass die Finanzierung der Leistungen im Bahn- und ÖPNV-Bereich in Deutschland zu knapp angesetzt ist. Andererseits ist dieser Bereich, wie vieles andere im Dunstkreis öffentlicher Verwaltung auch kein Hort von Effizienz. Neben den Kostenstrukturen fällt natürlich auf, dass die Umsetzung von Maßnahmen immer länger dauert – meist zu Lasten der Fahrgäste, die weniger im Fokus der ÖPNV-Manager stehen als die geldgebende (oder geldverweigernde) Politik. Die Managementstrukturen bei Bahnunternehmen und ÖPNV-Organisationen, das Nebeneinander von Organisationen, die ähnliche Aufgaben erfüllen, muss durchaus auch hinterfragt werden. [el] | ||


