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05-Mai-25 |  | DB und Verkehrsministerium verschleppen Bahnhofssanierung |
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Der Bundesrechnungshof (BRH) wirft in einem Ergänzungsband seiner "Bemerkungen zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes" dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) vor, die Investitionen in Bahnhöfe zu verschleppen. Der BRH bezieht sich dabei auf eine Förderinitiative für Bahnhöfe im Schienennetz des Bundes von 2019, mit der u.a. der barrierefreie Umbau von Bahnstationen finanziert wird. DB InfraGO hat bis Ende 2023 lediglich 84 Mio. Euro aus diesem Topf in Anspruch genommen, statt in diesem Zeitaum Bauvorhaben für 326 Mio. Euro umzusetzen. Damit hat die DB lediglich 14 Prozent des bis 2026 laufenden Gesamtprogramms verbaut, hätte aber eigentlich 54 Prozent der Mittel in die Bahnhöfe investieren müssen. Der BRH moniert, dass das BMDV das so hat geschehen lassen, ohne steuernd einzugreifen. [el] |
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04-Mai-25 |  | Öffentlicher Verkehr und Wahlergebnisse |
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Greenpeace hat eine Studie des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen der Qualität des ÖPNV-Angebots und dem Wahlverhalten in den entsprechenden Regionen untersucht. Das Fazit der Autoren lautet: "Insbesondere ist das Wahlergebnis der AfD in jenen Gemeinden schlechter, wo der ÖPNV besser ausgebaut ist. Umgekehrt sind Grüne und SPD, regional teilweise aber auch Union und FDP dort erfolgreicher, wo der ÖPNV besser ausgebaut ist." Daraus folgt die politische Bewertung durch Greenpeace: "Wer sich abgehängt fühlt, misstraut politischen Institutionen und ist empfänglicher für rechtspopulistische Erzählungen. Fehlende Busse und Bahnen gefährden nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe und das Klima, sondern auch die Demokratie." Die Ergebnisse der Studie machen Investionen in einer flächendeckende ÖPNV-Grundversorgung umso dringlicher. [el] |
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02-Mai-25 |  | Wenig Bahn im Rheinland und im Rhein-Main-Gebiet |
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Heute beginnt eine großräumige Sperrung von Bahnstrecken im Raum Köln, die im Süden bis Koblenz reicht. Informationen gibt es von der DB und via Zuginfo. Zum Fernverkehr gibt es Information über die Störungskarte der DB: Knoten Köln, Bonn–Mainz. Parallel finden Bauarbeiten im Rhein-Main-Gebiet statt, die insbesondere den Verkehr von und nach Mainz stark einschränken. Die DB informiert ebenso wie der Verkehrsverbund. Im Fernverkehr kommen außer den Einschränkungen auf der Rheinstrecke noch Ausfälle der Züge Mainz–Wiesbaden–Frankfurt hinzu. [el] |
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01-Mai-25 |  | Zwei Jahre Deutschlandticket |
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Am 1.5.2023 ging das Deutschlandticket an den Start. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hebt die guten Verkaufszahlen und die Steigerung bei den Abokunden im ÖPNV hervor. Die Allianz pro Schiene sieht das Verlagerungspotenzial nicht ausgeschöpft und möchte dies via Jobticket und Sozialticket verbessern. Berichte via tagesschau.de und des Tagesspiegels zeigen aber auch die Kontroversen. Einige Aussagen zur Verlagerung von Autofahrten sind nicht unumstritten. Der CO2-Einsparung werden die hohen Kosten entgegengestellt. Umstritten ist, ob das Ticket Teil einer Klimastrategie ist, oder eine Subvention darstellt, von der nur ein Teil der Menschen profitieren können. Die meisten Fahrgäste werden das Ticket nicht nur über den Geldbeutel bewerten, sondern erkennen, dass die bundesweite Tarifvereinfachung den Zugang zum ÖPNV erleichtert. Das alles muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass Bahn und Bus oft deutlich schlechter sind (Störungen, Baustellen, schlechte Information, Personalmangel, kaputte Infrastruktur, usw.), als in einem Staat wie Deutschland eigentlich zu erwarten ist. Wo wären wir heute bei Verkehrsverlagerung und Fahrgastzahlen, wenn dem Deutschlandticket nicht jahrzehntelange schlechte Verkehrspolitik und eine oft etwas kundenferne ÖPNV-Branche gegenüberstände? [el] |
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30-Apr-25 |  | Qualitätsmonitoring im Schienenpersonennahverkehr |
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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat das Qualitätsmonitoring im SPNV untersucht, und kommt zu einem negativen Ergebnis: Vier der zehn untersuchten großen Verkehrsverbünde stellen keine entsprechenden Informationen zur Verfügung. Demgemäß fordert der vzbv die Einführung einer unabhängigen Qualitätsmessung. Diese Forderung wird durchaus auch vom Fahrgastverband PRO BAHN unterstützt, insbesondere bezüglich der Einheitlichkeit der Kriterien und der Ausdehnung von Qualitätschecks auf Themen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Tarif, Infrastruktur und Kommunikation (z.B. Fahrgastinformation bei Störungen, Baustellen, Ersatzverkehren). Bei dem "Online-Marktcheck" des vzbv scheint es aber Unklarheiten zu geben. Die Tatsache, dass Aufgabenträger im SPNV nicht immer deckungsgleich mit Verkehrsverbünden sind, aber die Aufgabenträger natürlich eher das von ihnen bestellte und bezahlte Angebot überwachen (sollten), wurde wohl nicht berücksichtigt. Das betrifft zum Beispiel Bayern (MVV, VGN) und teilweise Baden-Württemberg (RVF). Wie weit der Zusammenhang zwischen Zweckverbänden wie Go-Rheinland und dessen Verbünden VRS und AVV berücksichtigt wird, wird ebenfalls nicht deutlich. Die Analyse, dass das Qualitätsmonitoring nicht umfassend genug ist und zu wenig einheitlich, wird von PRO BAHN allerdings geteilt. [el] |
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29-Apr-25 |  | PRO BAHN Post Mai 2025 |
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Alles neu macht der Mai – aber die PRO BAHN Post aus Oberbayern erscheint auch in den anderen Monaten. Nur einmal im Jahr findet dagegen die Mitgliederversammlung von PRO BAHN Oberbayern statt, dieses Jahr am 24.5. in München-Pasing, mit einem interessanten Vortrag zu den DB-Generalsanierungen in Bayern. Inhaltlich beginnt das Heft dann auch mit der DB-Generalsanierung, allerdings in Form etwas schwererer Kost zu den rechtlichen Aspekten des Themas. Beim folgenden Blick nach Großbritannien geht es um die etwas vorgezogenen Feiern zu 200 Jahre Eisenbahn, und beim Blick nach Österreich um die Koralmbahn ab Ende 2025 und die dort geplanten Interregio-Züge (und was man sich aus Deutschland da abschauen könnte). Etwas lokaler wird dann der Umbau des Bahnhofs Westerhams und der Umgang mit Verspätungsangaben in der Münchner S-Bahn betrachtet. Natürlich gibt es die Auflösung zum Aprilscherz und wie immer ist das Heft um Kurznachrichten und Terminhinweise ergänzt. Viel Spaß beim Lesen! [el] |
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28-Apr-25 |  | Designierter Bundesverkehrsminister |
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Die CDU hat heute ihre Ministerkandidaten benannt. Neuer Bundesverkehrsminister soll Patrick Schnieder werden. Schnieder war bisher unter anderem ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. Er kommt aus Kyllburg (Rheinland-Pfalz) an der flutgeschädigten Eifelstrecke, bei der sich DB InfraGO mit Wiederaufbau und Elektrifizierung abmüht. Mit dem westlichen Teil der Eifelquerbahn liegt ein weiteres Sorgenkind des deutschen Bahnwesens in der Nähe. Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium soll Christian Hirte werden. Er kommt aus Bad Salzungen (Thüringen) an der Werrabahn bei der weiter südlich zwischen Thüringen und Bayern immer noch die deutsch-deutsche Trennung wirkt. Zweiter Staatssekretär des Ministerium soll Ulrich Lange von der CSU werden (Quelle). Er kommt aus Nördlingen, hat sich häufig schon zu Bahnthemen geäußert und saß auch bereits im Verkehrausschuss. [el] |
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24-Apr-25 |  | ÖPNV-Mittelkürzungen Sachsen |
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Der Fahrgastverband PRO BAHN ist der Meinung, dass der Entwurf des neuen sächsischen Landeshaushalts den ÖPNV der Zukunft gefährdet. Ein Rückgang bei den Investitionen im öffentlichen Verkehr um über 100 Millionen Euro sei keine Einsparung, sondern ein Rückschritt auf Kosten kommender Generationen. Der Freistaat Sachsen bremse die Mobilitätswende aus, bevor sie richtig begonnen hat. In einer Pressemitteilung kritisiert PRO BAHN mit Nachdruck die geplanten drastischen Mittelkürzungen und fordert den Sächsischen Landtag auf, sie rückgängig zu machen. Allerdings dürfe im Gegenzug auch nicht zu Lasten des Angebots und der Zuschüssen zum Betrieb des ÖPNV gekürzt werden. Stattdessen brauche es ein ambitioniertes Landesmobilitätsprogramm mit klarem Fokus auf Streckenausbau und -reaktivierung, Elektrifizierung, Taktverdichtung und Barrierefreiheit. [el] |
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22-Apr-25 |  | Fahrgastforum Sachsen-Anhalt |
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Während sich in einigen Bundesländern (wie z.B. Bayern) die Beteiligung von Fahrgästen an der Angebotskonzeption im SPNV auf das Verkünden dessen beschränkt, was sich Politik und Aufgabenträger so ausgedacht haben, gibt es anderswo verschiedene Formen von Bürgerbeteiligung an der Fahrplanerstellung (z.B. Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg). In Sachsen-Anhalt gibt es seit einiger Zeit ein online-Fahrgastforum, das es erlaubt, Ideen, Fragen und Anregungen zu Regionalzügen, S-Bahn und dem Bussystem Plusbus einzugeben. Das Fahrgastforum ist in mehrere Runden pro Jahr unterteilt, von denen die aktuelle ab heute bis zum 7. Mai läuft. [el] |
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17-Apr-25 |  | Investitionsprogramm für Thüringen |
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Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert für Thüringen ein Investitionsprogramm für Bus und Bahn. Dabei soll speziell die die Bahninfrastruktur im Nahverkehr gestärkt werden. Das Thüringer Schienennetz befindet sich vielerorts noch nicht auf dem Stand der Zeit. Beim Anteil elektrifizierter Strecken liegt Thüringen gemeinsam mit Schleswig-Holstein am Ende der Rangliste. Noch problematischer ist der hohe Anteil an eingleisigen Strecken. Thüringen führt hier die bundesweite Statistik an. Die Thüringer Landesregierung muss daher dringend aktiv werden und Projekte für das Schienennetz anmelden. Wichtige Maßnahmen sind hier insbesondere die Elektrifizierung von Strecken, die Reaktivierung stillgelegter Strecken sowie der schrittweise zweigleisige Ausbau bestehender Verbindungen. [el] |
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