(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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08-Jul-26 Angebote im DB-Fernverkehr für Fahrgäste mit Deutschlandticket
Die DB testet auf der linken Rheinstrecke und in Mecklenburg-Vorpommern ein Aktionsangebot im Fernverkehr für Fahrgäste mit Deutschlandticket. Es werden Mehrfahrten-Tickets für ICE- und Intercity-Züge mit 60 Prozent Rabatt angeboten. Am Rhein reicht das Angebot von Mainz bis Köln, in Mecklenburg-Vorpommern gelten die neuen Tickets auf allen Fernverkehrsstrecken und bis nach Hamburg. Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die DB-Initiative. Insbesondere die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke wird die linksrheinischen Regionalzüge stark belasten. Wenn ein Teil der Fahrgäste stattdessen Fernverkehrszüge nutzt entspannt das die Situation. PRO BAHN spricht sich dafür aus das Angebot über den vorgesehenen Zeitraum hinaus fortzuführen sowie auf weitere Relationen auszuweiten. Perspektivisch sollte eine Ausweitung bis Köln geprüft werden.  [el]
 
08-Jul-26 Abnahmeprüfungen als strukturelles Bahnproblem
Die Deutsche Bahn hat gestern mitgeteilt, dass die Strecke Nürnberg–Regensburg nach der Generalsanierung nicht wie geplant am 10. Juli, sondern erst zum 31. Juli wieder in Betrieb gehen kann. Als Grund wird die noch ausstehende sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik genannt. Gleise, Weichen und Oberleitungen sind fertiggestellt – das Nadelöhr liegt allein bei der Abnahme der Leittechnik. Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht darin kein Einzelproblem, sondern ein Symptom eines systemischen Versagens. PRO BAHN zeigt auf, wodurch der Mangel entsteht, und welche Schritte unternommen werden sollten, um ihn abzustellen.  [el]
 
06-Jul-26 Standortfaktor Bahn
Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) hat die "Bedeutung von Bahninfrastruktur für die Attraktivität einer Region als Lebens- und Wirtschaftsstandort" untersuchen lassen (Projektseite). Ergebnisse unter anderem: "Die Bahnanbindung spielt bei Wohnortentscheidungen insgesamt eine eher untergeordnete Rolle. [...] Für junge Erwachsene, Personen ohne Pkw-Zugang, Hochverdienende und Mobilitätseingeschränkte hat die Bahnanbindung eine spürbar höhere Bedeutung. [...] Die gesamtwirtschaftlichen Effekte des Schienenverkehrs auf die regionale Wirtschaftskraft und Beschäftigung werden in aktuellen Studien überwiegend positiv bewertet." Als Beispiele für Handlungsempfehlungen seien genannt: "Nicht allein die infrastrukturelle Anbindung, sondern die Qualität des Angebots – etwa Pünktlichkeit, Taktung, Barrierefreiheit und Preisgestaltung – entscheidet über die tatsächliche Wirkung auf die regionale Attraktivität. [...] Bei der Entwicklung von Gewerbestandorten sollte die Bahnanbindung – auch im Personenverkehr – frühzeitig in die Planung einbezogen werden."  [el]
 
04-Jul-26 Hitzeresilienz im Bahnverkehr und Vorgehen bei Notfällen
Der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen/Bremen fordert angesichts der jüngsten Hitzewelle und der damit verbundenen massiven Probleme im Bahnverkehr hitzefeste Eisenbahn-Infrastruktur und schnellere Evakuierung liegengebliebener Züge. Für fatal hält es der Verband, wenn auf ganzen Strecken wegen der Hitze der Nahverkehr über etliche Stunden zum Erliegen kommt. Dadurch werden viele tatsächliche und potenzielle Fahrgäste zurück ins Auto getrieben. Bei liegenbleibenden Zügen ist eine Wartezeit von mehreren Stunden bis zur Evakuierung nicht akzeptabel und stellt eine große Gefahr für die Gesundheit von Fahrgästen und Personal dar. Im Zweifelsfall empfiehlt PRO BAHN den Fahrgästen, selbst den Notruf 112 zu wählen und Rettungskräfte zu alarmieren. Einen Artikel zum Thema gab es vor kurzem auch in der oberbayerischen PRO BAHN Post.  [el]
 
01-Jul-26 EU Passenger Package ist Fortschritt, aber nicht ausreichend
Der europäische Verband Transport & Environment (T&E) sieht im "Passenger Package" der EU einen einen enormen Fortschritt für die Fahrgastrechte. Der vorgestellte Entwurf gewährleiste aber nicht, dass Fahrgäste im internationalen Bahnverkehr bei Verspätungen stets den nächsten Zug nehmen können oder eine Entschädigung erhalten. Bahnverbindungen in Europa seien aufgrund der Einschränkungen weiterhin zu wenig konkurrenzfähig. T&E erläutert in einer Pressemitteilung seinen aktuellen Bericht "Advancing EU rail passenger rights" (Langfassung/PDF). Das "Passenger Package" wurde Mitte Mai vorgestellt. Bewertungen gab es bereits von der European Rail Passengers Union und vom europäischen Fahrgastverband EPF.  [el]
 
30-Jun-26 Bundesnetzagentur plant Beschränkung der Trassenvergabe
"Die Bundesnetzagentur plant, dass die DB InfraGO AG ... auf Streckenabschnitten, für die eine maximale Kapazität u. a. für den Fernverkehr ausgewiesen ist, nicht mehr als 60–75 Prozent der Kapazitäten an ein einziges Unternehmen vergeben darf." Das ist die Kernaussage der heutigen Pressemitteilung der Bundesnetzagentur. Diese sogenannte Wettbewerbsklausel kommt bei stark ausgelasteten Korridoren und Bahnknoten zum Tragen, wenn ein Wettbewerber vertaktete Verkehre ("mindestens viermal täglich in zweistündigem Abstand zur gleichen Minute") anbietet. Hintergrund ist eine Beschwerde des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo, das angekündigt hatte, ab April 2028 eigenwirtschaftliche Fernverbindungen auf Achsen wie München–Dortmund und München–Berlin einzurichten. Zudem fehlen weiterhin Rahmenverträge von DB InfraGO für künftige Fahrplanperioden im Fernverkehr.  [el]
 
28-Jun-26 Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigung
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat im Rahmen der Verbändebeteiligung eine Stellungnahme zum Bürokratierückbaugesetz/-verordnung Verkehr (BRBG/BRBV) abgegeben. Beim Bundesverkehrsministerium gibt es zum Nachlesen den Referentenentwurf des Gesetzes und den Entwurf der geplanten Verordnung (Zusammenfassung mit KI).
Bereits am Freitag hat der Bundestag das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen (Gesetzesentwurf, Erläuterung BMV, Zusammenfassung mit KI). Beabsichtigt sind einfachere und schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, was insbesondere bei Umweltverbänden nicht auf Zustimmung stößt. Die Grünen hatten dazu eine Änderung beantragt, um Vorhaben der Schieneninfrastruktur zu beschleunigen, die aber bereits im Verkehrsausschuss abgelehnt wurde.  [el]
 
25-Jun-26 Hitzekulanz - kostenfreie Stornierung
Aufgrund der bis zum Wochenende weiter zunehmenden Hitze erlaubt die DB eine kostenfreie Stornierung von Sparpreis- und Supersparpreis-Tickets sowie von Platzreservierungen. Das gilt für Fahrten, die zwischen heute und dem 30.6. stattfinden sollten und bis einschließlich 23.6. gebucht wurden. Die Stornierung dieser Tickets muss über ein spezielles Kulanzformular, bzw. bei Papiertickets im Reisezentrum oder einer sonstigen DB-Verkaufsstelle.  [el]
 
25-Jun-26 Neue Tarife in NRW
Der Fahrgastverband PRO BAHN äußert sich kritisch zum neuen Tarif beim VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) und dem Rheinlandtarif, der die Tarife von AVV (Aachener Verkehrsverbund) und VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) abgelöst hat. Besonders kritisch sieht der Verband, dass der elektronischen Tarif eezy.NRW in vielen Situationen nicht der günstigste Tarif für Gelegenheitsfahrer und bei Fahrten mit Kindern ist. PRO BAHN befürchtet, dass diese Tatsache und einige Ungereimtheiten bei den neuen Verbundtarifen auch das Vertrauen in die elektronischen Tarife verspielt wird.  [el]
 
23-Jun-26 Eine heiße PRO BAHN Post
Es ist heiß. Nur diejenigen, die die PRO BAHN Post noch als Papierausgabe beziehen, können sie zum Zufächeln von Luft benutzen. Für die PDF-Leser bleibt das Titelbild eines schattigen Flusslaufs. Wie auch immer: Die Juli-Ausgabe bietet folgende Themen: "30 Jahre Regionalisierung des SPNV", "25 Jahre Euregiobahn – auch dank der BOB", "Kritik am schlechten Baustellenmanagement", "Streichungen im MVG-Anpassungsprogramm". In den Kurznachrichten beendet die DB die Spekulationen um ICE-Fahrten zum Flughafen, die unschönen Punkte 2. Stammstrecke, Pünktlichkeit, Zugausfälle werden angesprochen, aber auch noch einmal Tram Fürstenrieder Straße sowie die Neubesetzung des Postens des bayerischen DB-Gesandten.  [el]
 

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