(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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22-Jun-26 Ergebnisse der Fulda-Runde zum Bahnausbau
Der Fahrgastverband PRO BAHN hatte schon im Mai auf die unzureichenden Ergebnisse der diesjährigen "Fulda-Runde" und die drohenden Konsequenzen hingewiesen. Nachdem es in der Zwischenzeit einige Medienberichte dazu gab, und die Allianz pro Schiene das Thema nochmals aufgegriffen hatte, wurde nun auch vom Bundestag die Antwort auf eine entsprechende parlamentarische Anfrage veröffentlicht, so dass offiziell nachlesbar ist, wo es mit dem Bahnausbau weitergeht, und wo gebremst wird.  [el]
 
20-Jun-26 Zweiter Versuch Stellwerk Köln Hbf
2025 wollte die DB in Köln ein elektronisches Stellwerk (ESTW) in Betrieb nehmen. Ein "Softwarefehler" führte dazu, dass das nicht gelang. Der Kölner Hauptbahnhof war trotzdem zehn Tage gesperrt. Den Versuch mit dem ESTW will die DB jetzt im Januar 2027 wiederholen. Wieder wird der Hauptbahnhof gesperrt.
Das Beispiel zeigt, welche enormen Verzögerungen durch Fehler bei der Bahnprojekten entstehen, und ist sicher Teil einer Erklärung, warum diese Projekte von der Idee bis zur Realisierung oft Jahrzehnte dauern. Ob und welche Konsequenzen bei der DB aus solchen Vorfällen gezogen werden, bleibt intransparent.  [el]
 
18-Jun-26 Kritik an Machbarkeitsstudie Chemnitz - Leipzig
Die geplanten Abstriche beim Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig stoßen sowohl bei der Bahninitiative Chemnitz als auch beim Fahrgastverband PRO BAHN auf Kritik. Die am Dienstag vorgestellte Machbarkeitsstudie zeigt nicht nur erhebliche Defizite beim Infrastrukturausbau, sondern stellt selbst die Umsetzbarkeit des vorgesehenen Betriebskonzepts infrage. Von den rund 44 Kilometern im Nordabschitt zwischen und Leipzig und Geithain sollen lediglich 24 Kilometer zweigleisig ausgebaut werden. Fast die Hälfte der Strecke bleibt dauerhaft eingleisig. Mit der Sparvariante sei ein Halbstundentakt zwischen beiden Städten nur am frühen Morgen und am späten Nachmittag möglich. Damit werde der tatsächliche Bedarf der Fahrgäste klar verfehlt. Da der zweigleisige Ausbau eine wesentliche Voraussetzung für regelmäßigen Fernverkehr ist, werde Chemnitz mit den vorgestellten reduzierten Ausbauplänen auf Jahrzehnte abgehängt.  [el]
 
15-Jun-26 PRO BAHN zu Wettbewerb im Schienenfernverkehr
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt grundsätzlich, dass mit dem italienischen Anbieter Italo nach Jahrzehnten faktischen Monopols ein ernstzunehmender Wettbewerber in den innerdeutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr drängt. Wettbewerb kann Preise senken, Qualität steigern und das Angebot ausweiten – aber nur, wenn er fair und fahrgastfreundlich geregelt ist. PRO BAHN nennt drei Bedingungen, damit mehr Wettbewerb am Ende nicht weniger Bahn bedeutet: einen Bundesaufgabenträger für Fernverkehr, Erhalt des Fahrplantakts im Regionalverkehr, einen durchgehenden Tarif für Fern- und Nahverkehr auf der Schiene wie bisher, unabhängig vom Verkehrsanbieter.  [el]
 
14-Jun-26 Italo und der Fernverkehr
Kaum ein Bahnthema bewegt die Medien so sehr, wie der verkündete Wunsch des Unternehmens NTV, Italo-Züge nach Deutschland zu bringen. Neben journalistischen Kommentaren (RND, Süddeutsche, FAZ) gab es Äußerungen der Chefs von DB InfraGO, von DB Fernverkehr und der Konzernchefin. Reaktionen des NTV-Chefs sowie Lösungsvorschläge blieben nicht aus. Auch die Allianz pro Schiene und die Gewerkschaft EVG (die sich oft als DB-Gewerkschaft versteht) tragen Vorschläge und Befürchtungen vor.
Aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN sind neben gutem Zugangebot Fragen zu durchgehendem Tarifen und Fahrgastrechten zu klären. Anmerkung: Mit Flixtrain, Westbahn, GoVolta oder demnächst Leo Express verkehren in Deutschland schon Züge ohne (volle) Einbindung in den Tarif von SPNV und DB Fernverkehr.  [el]
 
10-Jun-26 Verbesserungen für Neuss und Mönchengladbach
Die Stadt Mönchengladbach arbeitet zurzeit an der Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Verkehrsclub Deutschlands VCD und des Fahrgastverbands PRO BAHN haben in einem kurzen Konzeptpapier zusammengefasst, welche Verbesserungen für die Fahrgäste in Mönchengladbach möglich und sinnvoll sind. In Neuss wurde für die Nordstadt ein neuer Bahnhaltepunkt vorgeschlagen. PRO BAHN NRW unterstützt die Idee mit einer Pressemitteilung.  [el]
 
09-Jun-26 Politische Blockade des Berliner Tramausbaus
Der Fahrgastverband PRO BAHN Berlin/Brandenburg ist besorgt darüber, dass der weitere Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes an mehreren Stellen aus rein politischen Gründen verhindern wird. Es gehe dabei offenbar nicht um fehlende Mittel oder planerische Hindernisse; auch dort wo die Tram die objektiv beste Lösung ist, werde blockiert. PRO BAHN fordert, den Ausbau nicht auf 2040 zu verschieben, sondern jetzt zu planen und umzusetzen. Der Nahverkehrsplan müsse entsprechend nachgebessert werden (siehe Stellungnahme), und die gestrichenen Straßenbahnprojekte sollen durch den Senat wieder in den Planungshorizont aufgenommen werden.  [el]
 
06-Jun-26 Rückblick auf EPF-Konferenz 2026
Am 5. und 6. Juni fand in Maastricht, die jährliche Konferenz des Europäischen Fahrgastverbands EPF statt. Die Veranstaltung brachte Fahrgastverbände, Verkehrsunternehmen, Behörden und Experten aus ganz Europa zusammen, dabei auch zahlreiche Mitglieder des Fahrgastverbands PRO BAHN. Weitere Informationen gibt es in einem aktuellen Kurzbericht. Die nächste EPF-Konferenz findet Anfang Juni 2027 in Zittau statt.  [el]
 
02-Jun-26 Kahlschlag im sächsischen ÖPNV
Der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland warnt vor einem deutlichen Abbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Sachsen. Aktuelle Beschlüsse in Chemnitz, im Landkreis Bautzen sowie geplante Maßnahmen in Dresden zeigen: Zur Haushaltskonsolidierung wird zunehmend bei Bus und Bahn gekürzt – mit erheblichen Folgen für Fahrgäste und Regionen. Die aktuellen Entwicklungen in Sachsen zeigen aus Sicht des Fahrgastverbands eine klare Fehlentwicklung. PRO BAHN weist darauf hin, dass ein attraktives Mobilitätsangebot weit über klimapolitische Ziele hinausgeht: Gerade in Regionen mit stagnierenden oder sinkenden Bevölkerungszahlen ist ein leistungsfähiger ÖPNV ein zentraler Standortfaktor.  [el]
 
01-Jun-26 2. Stammstrecke München - von einer Verzögerung zur nächsten
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert, dass trotz der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke ab Pfingsten, die sich dann auf eine ganze Woche ausdehnte, das neue Gleis 2 in Laim nicht in Betrieb gehen kann. Nach vorliegenden Informationen ist auch dieses Mal eine Ursache der Verzögerungen, dass wie im April 2023 kein Abnahmeprüfer für die geänderten Signale aufzutreiben war.
Die Fahrgäste fragen sich, wie viele Wochen zusätzlicher Sperrungen durch dieses Baustellenmanagement in Zukunft noch verursacht werden, nachdem die DB die Zumutungen schon seit Jahren immer mehr ausdehnt. Die Pläne zu Baubeginn sahen vor, dass die 2. Stammstrecke 2026 fertig werden sollte. Stattdessen verzögern die Probleme der DB wieder einmal auch den Weiterbau der Trambahn-Westtangente und verlängern die fehlende Barrierefreiheit in Laim.
PRO BAHN erwartet von der DB, dass die Verlagerung des S-Bahn-Verkehrs zur neuen Bahnsteigkante so schnell wie möglich erfolgt. Die schlechte Kommunikation der DB zu den Vorfällen und die kommentarlose Verschiebung ist nicht hinnehmbar. Hier ist der Freistaat Bayern in der Verantwortung das Verhalten der DB aufzuklären und eine Korrektur zu veranlassen. Die entstehenden Mehrkosten für den Trambahnbau müssen von DB oder Freistaat übernommen werden.
Den Mangel an Abnahmeprüfern will PRO BAHN auf Bundesebene ansprechen und fordert von DB InfraGO eine Strategie vorzulegen, wie dieser zu beheben ist.  [el]
 

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