(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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01-Jun-26 Was Deutschland von Österreich und der Schweiz lernen kann
Die Berliner "Denkfabrik" Dezernat Zukunft hat ein neues Papier zum Schienenverkehr veröffentlicht. Bei "Planungssicherheit für die Schiene" geht es darum, was Deutschland von Österreich und der Schweiz bezüglich der Finanzierung der Infrastruktur lernen kann. Zuletzt wurde der deutsche Umgang mit der Bahn auch in Medienartikeln gerne mit ausländischen Modellen verglichen (Welt am Sonntag, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung).  [el]
 
28-Mai-26 Planung für Bahnsteigquerung im Münchner Hauptbahnhof
2015 hat der Fahrgastverband PRO BAHN mit einer Petition verhindert, dass die DB die Idee einer zusätzlichen Verbindung der Bahnsteige im Münchner Hauptbahnhof als nicht sinnvoll abtut, und sich nur auf den seit Jahren laufenden Abriss der alten und den Neubau von recht pompösen, kommerziell besser nutzbaren Gebäuden konzentriert. 2022 wurde die Bahnsteigquerung als Teilprojekt in den Deutschlandtakt aufgenommen. Und nun, 2026, hat die DB die Planung für dieses Projekt ausgeschrieben, die dann zunächst bis 2028 laufen soll. Außer der Ausschreibung sind Unterlagen im Bieterportal zu finden (wahrscheinlich bis Juni abrufbar). In der Datei "Anfrageunterlagen" gibt es u.a. eine Projektbeschreibung.
Der zu planende Steg soll deutlich außerhalb der Haupthalle errichtet werden und auch die Bahnsteige des Starnberger Flügelbahnhofs anschließen. PRO BAHN hatte eher an eine Querung weiter innen am Ende der Haupthalle gedacht.
Die DB hätte auch ein paar Negativ-Schlagzeilen der letzten Tage (Süddeutsche, Merkur) vermeiden können, wenn sie 2015 die Initiative von PRO BAHN aufgegriffen hätte, und die Bahnsteigquerung weiter vorne auf der Zeitschiene eingeplant hätte. Stattdessen war ein langer Weg notwendig, mit wenig Kommunikation vonseiten der DB. Und wie viele Bahnprojekte kommt der Steg gemessen an der steigenden Reisendenzahl viel zu spät.  [el]
 
27-Mai-26 PRO BAHN Post aus Oberbayern
Die neue PRO BAHN-Post ist da! In den Kurznachrichten geht es um Rückschläge bei der Elektrifizierung von Bahnstrecken, ICE-Pläne für den Münchner Flughafen, die Neubaustrecke Ulm–Augsburg und Maßnahmen zur Entlastung des Bahnknotens München. Zwei Vorfälle bei Eggmühl Anfang Mai und am Pfingssonntag nördlich von Ingolstadt haben wieder gezeigt, dass das Vorgehen von Bahnunternehmen bei liegenbleibenden Zügen unzureichend ist. Grund genug, das Thema aufzugreifen. Weitere Artikel handeln vom Ewigkeitsprojekt S-Bahn Geretsried, von der Petition zur Elektrifizierung nach Simbach, den Nutzen gedruckter Fahrplanmedien, und die fehlenden Berücksichtigung der Tram bei den Münchner Olympiaplänen. Die Terminseite enthält u.a. den Hinweis, dass das Oberbayern-Treffen Anfang Juni nur als Online-Konferenz stattfindet.  [el]
 
26-Mai-26 Evakuierung von Zügen - geht das nicht besser?
Am 3. Mai kam es bei einem Richtung München fahrenden RE2 zu einer Panne kurz vor Eggmühl. Da die Klimaanlage versagte, wurden die Türen auf der vom Gegengleis abgewandten Seite nach einiger Zeit geöffnet. Und sich auch nach längerer Zeit keine Lösung abzeichnete, ergriffen die Fahrgäste die Initiative und liefen zu Fuß nach Eggmühl. Auch beim holprigen Weitertransport nach München wurde die Geduld der Betroffenen extrem strapaziert. Zahlreiche Medien berichteten (Merkur, BR24, Süddeutsche). Ähnliches hat sich am Pfingstsonntag nördlich Ingolstadt bei einem RE1 wiederholt, der Richtung Nürnberg unterwegs war. Hier wurde zur Evakuierung zum Teil die nahe liegende Autobahn genutzt. Wieder gibt es Medienberichte (nordbayern.de, BR24, nordbayern.de). Die dort genannten Zeiten sind eigentlich untragbar. Zitat: "Die Feuerwehr wurde erst gegen 19 Uhr alarmiert - als der Zug bereits über eine Stunde und 45 Minuten stand." In beiden Fällen kam es zu lang andauernden Streckensperrungen. Das Thema liegenbleibenden Züge wird auch in der diese Woche erscheinenden PRO BAHN Post aus Oberbayern behandelt.  [el]
 
22-Mai-26 PRO BAHN zu Nahverkehrsplan NWL
Im Rahmen der formellen Beteiligung hat der Fahrgastverband PRO BAHN NRW zum Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Stellung genommen und gravierende Mängel festgestellt (Volltext Stellungnahme). Die bisherigen Aufgaben des NWL werden zum Jahreswechsel 2027 auf einen landesweit tätigen Aufgabenträger "Schiene NRW" übergehen. Es geht dem Fahrgastverband PRO BAHN bei den dargestellten Forderungen überwiegend nicht darum, "mehr" zu fordern, sondern die Aufgaben sauber und interessengerecht zu regeln und mit geringem Aufwand große Wirkung zu erzielen.  [el]
 
21-Mai-26 Qualitätsoffensive ohne Qualität
Die Durchführung von Streckensperrungen in Niedersachsen und die entsprechenden Ersatzmaßnahmen kommen beim Fahrgastverband PRO BAHN nicht gut an. Es wird dringender Handlungsbedarf für die verbleibende Zeit der sogenannten "Qualitätsoffensive" und darüber hinaus eine deutlich bessere Handhabung bei der 2029 anstehenden Generalsanierung gesehen. Die zeitweilige Sperrung der Heidebahn bis Ende Mai und damit der Ausfall einer der Umleitungsstrecken ist völlig unverständlich. Die mangelhafte Koordination verschiedener Baustellen, die beispielweise zu massiven Einschränkungen zwischen Hildesheim und Hannover führt, wird ebenfalls kritisiert.  [el]
 
21-Mai-26 PRO BAHN zu Nahverkehrsplan Berlin
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat eine Bewertung des Entwurfs des Nahverkehrsplans für Berlin 2026–2028 veröffentlicht (Archiversion NVP-Entwurf). Positiv sind die Fokussierung auf Barrierefreiheit und Angebotsstabilisierung. Gleichzeitig besteht ein Spannungsfeld zur Realität einer wachsenden Stadt mit neuen Quartieren und veränderten Pendlerströmen. PRO BAHN beantragt daher, den Entwurf zu überarbeiten, die genannten Herabstufungen zurückzunehmen oder transparent fachlich neu zu begründen, die Straßenbahnplanung verbindlicher und beschleunigter auszugestalten, die S-Bahn- und Regionalverkehrsvorhaben gleichrangig abzusichern, die Nahverkehrstangente (NVT) unverändert zu sichern und die Regio-S-Bahn über die NVT als konkrete Planungsforderung aufzunehmen.  [el]
 
19-Mai-26 Greenpeace zu Zugang zu Bus und Bahn
Eine neue Greenpeace-Studie kommt zum Ergebnis, dass europaweit 56 Prozent der Bevölkerung keinen ausreichenden Zugang zum öffentlichen Verkehr haben. Greenpeace sieht hier als Hebel die Fahrtkosten. Ob man in Deutschland angesichts der Häufung großer und schwerer PKW von Mobilitätsarmut reden kann, darf jeder selber beurteilen. Eher schon schlägt die ungleiche Vermögens- und Gehaltsverteilung auch auf die Nutzung der Verkehrsmittel durch. Die Studie zeigt aber auch, dass Deutschland bei der ÖPNV-Nutzung im unteren Mittelfeld liegt. Die Nachbarländer Schweiz, Tschechien und Luxemburg sind besser; Frankreich dagegen noch etwas schlechter. Eine Gegenrede zur Vergünstigung von ÖPNV durch politische Maßnahmen ("Billig-Flatrate") gibt es in der FAZ.  [el]
 
19-Mai-26 Mehr Bahnreaktivierungen?
Die Allianz pro Schiene zeigt sich in einer Mitteilung optimistisch, was Reaktivierungen im Bahnverkehr angeht. Sie verweist dabei auf Nutzung des Sondervermögens und fordert eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Bei den Regionalisierungsmitteln zeigt die Bundespolitik zurzeit aber nicht, dass sie da zu mehr als bisher bereit ist. Die Vergangenheit lehrt zudem, dass positive Studien zur Reaktivierung einer oder mehrerer Strecken nicht automatisch bedeuten, dass es dafür effektive politische Unterstützung und entsprechende Finanzierungszusagen gibt.  [el]
 
15-Mai-26 Bahn-Elektrifizierung - Planung gestoppt
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, die Planung wichtiger Projekte zur Elektrifizierung von Bahnstrecken nicht anzuhalten, sondern voranzutreiben. Normalerweise wäre diese Entscheidung bei der jährlichen sogenannten "Fulda-Konferenz" Anfang Mai zwischen Bundesverkehrsministerium, Deutscher Bahn und Eisenbahn-Bundesamt getroffen worden. Doch dort wurden alle Projekte erst einmal auf Eis gelegt. Das magere Ergebnis der Konferenz ist ein Alarmzeichen. Einmal mehr zeigt sich: Beim Aus- und Neubau im Schienennetz droht Stillstand, da der Bund die Investitionen für diesen Bereich offenbar auch in den kommenden Jahren nur auf Sparflamme fortführen will. PRO BAHN fordert die Bundesregierung auf, diese Wackelpolitik zu beenden und sich endlich eindeutig zur Bahn zu bekennen. Das Verkehrsministerium muss die Planungen sofort fortsetzen, statt zu versuchen, Zeit zu schinden.  [el]
 

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