(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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24-Feb-25 Bürgerschaftswahl Hamburg – ÖPNV-Positionen
Nach der Wahl ist vor der Wahl – am 2. März wird eine neue Hamburgische Bürgerschaft gewählt, also das dortige Stadt- und Landesparlament. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat den Hamburger Parteien einige Fragen zur Verkehrspolitik gestellt. Die abgefragten Themen waren dabei "Klimaschutz", "Aufteilung des Straßenraums", "Priorisierung von Bussen", "Hauptbahnhof und Deutschlandtakt", "Westliche Elbquerung", "Erweiterung des Schienennetzes in Hamburg", "Deutschlandticket" und "Ausbauziele im ÖPNV". Die Antworten der Parteien, die geantwortet haben, sind auf eine Webseite zusammengestellt.  [el]
 
23-Feb-25 Zockt die Deutsche Bahn ihre Fahrgäste ab?
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat analysiert, wie sich bei Bahnreisen, die sowohl Züge des Fernverkehrs als auch des Nahverkehrs enthalten, bei durchgehender Buchung die Preise zusammensetzen. Das Ergebnis zeigt, dass Fahrgäste, die vor oder nach einer ICE-Reise ein kurzes Stück mit S‑Bahn oder Regionalzug fahren, häufig durch einen zu hohen Ticketpreis bestraft werden. Der von DB-Fernverkehr für den Vor- oder Nachlauf im Nahverkehr verlangte Aufpreis ist bei kurzen Distanzen teils deutlich höher, als es aufgrund des Streckenanteils angemessen wäre. In einer Pressemitteilung fordert PRO BAHN die DB auf, die Preise kundenfreundlicher und transparenter zu gestalten. Durchgehende Fahrscheine sollten nicht teurer sein, als die Summe der Preise für einzelne Abschnitte einer Reise. Die auf Beispielen beruhende Preisanalyse des Fahrgastverbands PRO BAHN steht als PDF-Datei zur Verfügung.  [el]
 
21-Feb-25 Illegaler Verkauf von Deutschlandtickets
Nachdem es schon länger Klagen von Verkehrsbetrieben über gefälschte Deutschlandtickets gab, veröffentlichte Heise online vor einer Woche einen Bericht über illegalen Online-Vertrieb in etwas größerem Stil. Der Vorwurf geht dahin, dass eine gültige Lizenz eines anderen Betreibers ohne Genehmigung verwendet wurde. Die Tickets des verdächtigen Online-Shops wurden daraufhin als ungültig erklärt. Es gibt nun (vielleicht nicht zum ersten Mal) eine Diskussion über beim Deutschlandticket-Vertrieb angewendeten Sicherheitsstandards (Link funktioniert via Google ggf. nach Löschen von Cookies). Es wirkt so, als ob der VDV und andere beteiligte Unternehmen nicht wissen, was genau passiert ist, und die Verantwortung dafür jeweils bei anderen suchen. Auch der beschuldigte Shop-Betreiber hat auf seiner Webseite ein längeres "Offizielles Statement" veröffentlicht (PDF-Version bei Heise Online), in dem es sich eher als Opfer "interner Unstimmigkeiten" bei Partnerunternehmen sieht. Aber Achtung: Der Shop scheint weiterhin aktiv zu sein! Fest steht: Den Schaden tragen zur Zeit auch die Fahrgäste, die dort Kunden waren, indem sie zunächst 58 Euro bezahlt haben, und bei einer Fahrscheinkontrolle zusätzlich das erhöhte Beförderunsgentgelt von 60 Euro verlangt wird. Bitte beachten, dass der verdächtige Ticket-Shop in der Vergangenheit auch unter anderen Adressen erreichbar war. Die Adressen von Online-Shops können beim Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen geprüft werden.  [el]
 
17-Feb-25 Magazin 'der Fahrgast'
Die aktuelle Ausgabe unseres Magazins "der Fahrgast" sollte inzwischen bei Abonnenten und Mitgliedern angekommen sein. Für weitere Interessenten gibt es wie immer eine kleine Inhaltsübersicht. Zur Bundestagswahl am Sonntag stellt der Fahrgastverband PRO BAHN seine Forderungen den Absichtserklärungen der Parteien gegenüber. PRO BAHN muss dabei feststellen, dass die politische Abstufung der Klimaproblematik auch dazu führt, dass Bahn- und ÖPNV-Themen eine geringere Rolle spielen als 2021. Bereits in der in der oberbayerischen PRO BAHN Post ging es kleinräumig um Unzuverlässigkeit von Fahrplanmedien. Im Artikel "Märchen-App statt Kursbuch" erörtert Rainer Engel nun auch die Hintergründe dazu etwas intensiver. Weitere Berichte im Heft blicken auf die Bahnsysteme in Portugal und Spanien, auf den Streit um die Entwidmung von Bahnflächen, den Diskussionsstand zur Franken-Sachsen-Magistrale, den neuen Mobil-Pass im Allgäu, und das Engagement für die Rettung einer Thüringer Bahnstrecke. Rückblickend wird zum Jenaer Fahrgastsymposium berichtet.  [el]
 
14-Feb-25 Gesellschaftliche Teilhabe und Klimaschutz durch ÖPNV-Neuorganisation
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) und Mofair als Verband privater Bahnunternehmen im Personenverkehr haben an die nächste Bundesregierung appelliert, den ÖPNV so aufzustellen, dass gesellschaftliche Teilhabe und Klimaschutz sichergestellt ist. In einem Thesenpapier für eine zukunftsgerichtete Neuorganisation und Finanzierung des ÖPNV fordern sie klare Angebotsstandards und verbindliche Finanzierung. Der ÖPNV soll in größeren Einheiten mit einem Tarifsystem für ganz Deutschland und einem vereinfachte Fahrscheinvertrieb organisiert werden. Gefordert wird auch eine bundeseigene Schieneninfrastruktur, bundesweit zentralisierte und standardisierte Zulassungsverfahren für Fahrzeuge, und eine Revitalisierung des Wettbewerbsmodell im SPNV.  [el]
 
12-Feb-25 Umgang mit liegengebliebenen Reisezügen
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat festgestellt, dass es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Unzulänglichkeiten beim Umgang mit liegengebliebenen Reisezügen kam. Das EBA nennt verzögerte oder qualitativ unzureichende Reaktion der involvierten Eisenbahnen und hat den Eindruck, dass es häufig nicht gelang, für die Handlungsfähigkeit benötigte Ressourcen rechtzeitig zum Ereignisort zu bringen. Das Personal vor Ort kannte teilweise den eigenen Entscheidungsspielraum nicht, oder es fehlten erforderliche Anweisungen oder Fachkenntnisse. Darüber hinaus lagen nicht immer alle notwendigen Informationen vor. All diese Diagnosen teilt der Fahrgastverband PRO BAHN seit Jahren. Bereits 2016 gab es dazu eine Diskussion bei Facebook. Warum das EBA erst jetzt reagiert, obwohl es ähnlich unzulängliches Vorgehen von Bahnunternehmen auch schon vor zehn und mehr Jahren gab, bleibt unklar. Die jetzige Reaktion ist auch nur als Hinweis formuliert, der sich auf das Sicherheitsmanagement, Schulungen und gegenseitige Abstimmung bezieht. Immerhin wird anerkannt, dass solche Zughavarien ein Gefährdungspotenzial haben, und dass eine gezielte Überwachung nötig ist.  [el]
 
12-Feb-25 Forderungen aus Niedersachsen für den nächsten Bundestag
In einem Positionspapier hat der der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen/Bremen die wichtigsten Forderungen an die künftige Bundestagsabgeordneten zusammengefasst. Oberstes Ziel muss die kontinuierliche Umsetzung des Deutschlandstakts und der dafür notwendigen Infrastruktur- und Angebotsausbauten sein. Dazu gehört eine entsprechende Finanzierung und das Ende politischer Blockaden wichtiger Projekte. Damit die Eisenbahn wieder zuverlässig werden kann, muss auch an den Generalsanierungen festgehalten werden, die zwar schmerzhaft, aber aufgrund der jahrzehntelangen Vernachlässigung des Schienennetzes unausweichlich sind. Mit Blick auf den Nahverkehr wird von den niedersächsischen und bremischen Abgeordneten erwartet, dass sie Verbesserungen bei den Regionalisierungsmitteln des Bundes erreichen. Was an Regionalisierungsmitteln an die Länder fließt, muss künftig zwingend in den SPNV investiert werden. Als weitere wichtige Reformvorhaben nennt PRO BAHN ein neues Trassenpreissystem, einfachere Planungsstandard, und ein vom Bund vorgegebenes Grundnetz für den Schienenfernverkehr.  [el]
 
12-Feb-25 Making Public Transport Infrastructure Transparent
Wie gut ist der öffentliche Verkehr an meinem Wohnort? Wie weit laufe ich zu einer Bus- oder Bahnhaltestelle? Wie ist dort dann das Angebot? Diese Fragen versucht das Projekt "Mobility Maps" zu beantworten, und zwar mit eine Auflösung herunter auf einzelne Gebäude. Außer einem deutschsprachigen Übersichtstext der Universität Konstanz gibt es in englisch die Projektseite "Mobility Maps: Making Public Transport Infrastructure Transparent" und einen wissenschaftlichen Artikel "Interactive Public Transport Infrastructure Analysis through Mobility Profiles".  [el]
 
11-Feb-25 2026 wieder genügend Stellwerkspersonal?
Die Unter- bzw. Nichtbesetzung von Stellwerken wegen Personalmangel ist ein drängendes Problem. Immer wieder trifft es Nahverkehrsstrecken oder ganze Bereich (letztens rund um Landshut, bis Juni bei der Westfrankenbahn) und der Fernverkehr wird auch hin und wieder stark gebremst. Es kommt zu Umleitungen, aber viel öfter zu Zugausfällen, die teils ohne Ersatzverkehr erfolgen. Philip Nagl, Chef von DB InfraGO, hat nun im Forum von Drehscheibe-online die Sachlage noch einmal erläutert, und im letzten Satz geschrieben: "Ende 2025 ist das Thema aus heutiger Sicht weitgehend wieder in Ordnung." Wir hoffen im Sinne aller Fahrgäste aber auch der Mitarbeiter von InfraGO, dass er recht behält.  [el]
 
10-Feb-25 Sperrung Hauptbahnhof Köln
Zwölf Stunden lang, von 16.25 Uhr am Sonntag dem 23.2.2025 (das ist der Tag der Bundestagswahl) bis in den frühen Montagmorgen wird der Kölner Hauptbahnhof gesperrt. Betroffen sind alle Züge außer den S-Bahnen und der RB25. Der RE7 wird über die S-Bahn-Gleise geführt. Die Ersatzkonzepte für den Regionalverkehr und für den Fernverkehr werden in getrennten Dateien erläutert.  [el]
 

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