(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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19-Mär-25 Deutschlandticket-Filter und Fahrgastrechte
Die DB bewirbt die Möglichkeit, auf bahn.de und in der Navigator-App Fahrten oder Fahrtabschnitte mit und ohne Nutzung des Deutschlandtickets zu filtern. Der Fahrgastverband PRO BAHN möchte hiermit noch einmal darauf hinweisen, dass die Aufteilung einer Bahnfahrt in einen mit Deutschlandticket und einen mit anderem DB-Fahrschein genutzten Abschnitt zum Verlust wesentlicher Fahrgastrechte führen kann. Dies kann insbesondere bei (Super-)Sparpeis-Tickets dazu führen, dass bei Verspätung eines Zuges ein Mehrfaches des ursprünglichen Fahrpreises zu entrichten ist, oder dass die Fahrt ganz abgebrochen werden muss. Die DB spricht im entsprechenden Abschnitt von nicht aufgehobener Zugbindung, was bedeutet, dass der Fahrpreis für den verpassten Zug nicht erstattet wird, und dass der nächste Zug in Richtung auf das Fahrtziel voll bezahlt werden muss, also bei kurzfristiger Buchung oft mit dem teuren Flexpreis. Die Problematik wird auch im einleitenden Text zu unserem Preisvergleich bei Nahverkehrsvorlauf angesprochen.  [el]
 
19-Mär-25 Ersatzkonzept Bremen/Niedersachsen ab Ende 2025
Seit Dezember 2024 sollen im sogenannten Expresskreuz Bremen/Niedersachsen eigentlich neue Züge von Alstom fahren. Die Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hatte die Züge Anfang 2021 bestellt. Schon Ende 2022 wurde bekannt, dass der Termin von Alstom nicht eingehalten wird. Die Firma meinte aber damals bis Ende 2024 statt 34 immerhin 10 Züge liefern zu können, die anderen bis Ende 2025. Ein Jahr später stellte sich heraus, dass die ersten 10 Züge erst im Sommer 2025 verfügbar sind. Im Sommer 2024 korrigierte Alstom den Liefertermin auf Ende 2025, allerdings für 20 Züge. Diese sollen nach Informationen vom November nun nicht vor März 2026 kommen. In Folge der Probleme gibt es jetzt bereits zu wenig Züge. Für Dezember 2025 hat die LNVG nun ein Ersatzkonzept erstellt. Der Fahrgastverband PRO BAHN kommentiert und bewertet dieses Konzept in einer Pressemitteilung und sieht darin "große Zumutungen für die Fahrgäste".  [el]
 
18-Mär-25 Bahndesaster am Beispiel der Region Bonn
Letzten Herbst war hier über eine "Taskforce Verkehr" in Bonn zu lesen. Leider hat sich seitdem die regionale Situation im Bahnverkehr noch einmal verschlechtert. Die Fernzüge umfahren bis Sommer den Bonner Hauptbahnhof, wobei der Sinn dieser Maßnahme umstritten ist. Die sowieso unzulänglichen Regionalzugverbindungen haben sich durch drastische Baustellfahrpläne weiter verschlechtert. Besserung ist nicht in Sicht. ("RB48 fällt ... aus", "Erneute Zugausfälle ...", "Hälfte der Verbindungen ... fällt bis Jahresende aus", "Absurde Züge ...", "Voreifelbahn ... wochenlang gesperrt") Was bei den Generalsanierungen der beiden Rheinstrecken passieren wird, scheint auch bisher eher unklar zu sein. Stellt sich die Frage (nicht nur rund um Bonn), ob es wirklich nicht möglich ist, bei all den Baustellenplanungen auch die Interessen der Fahrgäste zu berücksichtigen, und ob insbesondere DB InfraGO sich über den Sinn und Zweck von Bahn im Klaren ist.  [el]
 
16-Mär-25 Stellungnahme zur SPNV-Strukturreform in NRW
In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit drei Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Das Land strebt im Rahmen einer Strukturreform des SPNV eine landesweit einheitliche Aufgabenträgerschaft an. Ein Eckpunktepapier bezeichnet dazu eine Landesnahverkehrsgesellschaft als beste Option. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr betrachtet dieses Eckpunktepapier als Grundlage der Strukturreform. Aus einem WDR-Bericht geht eine gewisse Uneinigkeit der drei Zweckverbände hervor, wobei der VRR als größte Organisation die stärksten Vorteile sieht. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat nun eine Stellungnahme vorgelegt, in der er seine Vorstellungen von "Struktur, Aufgaben und Kompetenzen eines zukünftigen, einheitlichen Aufgabenträgers in NRW" darlegt. Neben einer Steigerung der Fahrastfreundlichkeit, Mitwirkung von Fahrgastverbänden, Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit (in dem Punkt ist man in NRW schon heute deutlich weiter als beispielsweise in Bayern), fordert PRO BAHN unter anderem eine landesweite Tarifharmonisierung. Bisher ist die Gestaltung der Tarife nicht den SPNV-Aufgabenträgern sondern den parallel bestehenden Verkehrsverbunds-Zweckverbänden überlassen (beim VRR zzt. deckungsgleich). Am 31.3.2025 bietet PRO BAHN NRW ein online-Treffen zum Thema an (via Zoom, Einwahldaten folgen).  [el]
 
14-Mär-25 Neubaustrecke Bielefeld - Hannover
Auf der vom Fahrgastverband PRO BAHN betriebenen Informationsseite zur Neubaustrecke Bielefeld–Hannover ist ein neuer Newsletter erschienen. Zahlreiche interessante Fakten werden sind außer als Text auch als Video und als Podcast verfügbar. Die beiden aktuellen Videos finden sich nun auch auf dem Youtube-Kanal von PRO BAHN.  [el]
 
14-Mär-25 Lieblingsbusfahrer/-in 2025
Gestern startet die nächste Runde im Wettbewerb "Lieblingsbusfahrer/-in". Alle Fahrgäste können bis zum 31. Mai mitmachen, und eine "Busgeschichte" einreichen. Ausgewertet werden dann drei Kategorieren: "Held des Alltags", "Außergewöhnliche Leistung" und "Schulbus". Als Initiator des Wettbewerbs war der Fahrgastverband PRO BAHN natürlich auch gestern in Frankfurt dabei.  [el]
 
12-Mär-25 Deutschlandticket im ländlichen Raum
Oft wird argumentiert – zum Beispiel vom bayerischen Verkehrsminister –, dass das Deutschlandticket nur Bürgern von großstädtischen Ballungsräumen Vorteile bringt, während seine Wirkung in ländlich strukturierten Regionen eher verpufft. Der Nordhessische Verkehrsverbund NVV widerspricht dieser These. Sein Einzugsgebiet außerhalb der Stadt Kassel definiert der Verbund als überwiegend ländlich, auch wenn darin einige Klein- und Mittelstädte enthalten sind. Trotzdem wurden außerhalb Kassels 40 Prozent der Deutschlandtickets verkauft. Die Fahrgastzahlen im regionalen Busverkehr sind um 10,3 Prozent gestiegen. Der NVV weist als Begründung u.a. auf sein Konzept "Jedes Dorf – jede Stunde" hin. Die Ergebnisse des NVV wurden durch eine Masterarbeit wissenschaftlich begleitet.  [el]
 
12-Mär-25 Kürzungen auf ICE-Linie Dresden–Rhein/Main
Mittels einer Pressemitteilung protestiert der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland gegen die gestern über einen Medienbericht bekanntgewordenen Kürzungen im ICE-Verkehr zwischen Leipzig und Dresden. Hintergrund ist, dass sich die DB von den Zügen der Baureihe 415 trennen will, so dass auf der Linie Dresden–Leipzig–Rhein/Main nur die Baureihe 411 verbleibt. Bisher fahren die Züge oft als Kombination 411/415, so dass ab Sommer meist kürzere Züge unterwegs wären. Zudem droht der Wegfall des letzten ICE am Abend. Verschiedene Optionen eines Ersatzkonzepts, auch der Entfall von Zügen anderer Linien, werden in einem Forenbeitrag erörtert. Unter anderem wird das Sanierungsprogramm S3 der DB für die Entwicklung verantwortlich gemacht.  [el]
 
12-Mär-25 Schweiz - Studie zur Steigerung des öV-Anteils
Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) hat im Auftrag des Parlaments eine Studie erstellen lassen, die aufzeigen soll, welche Ansätze es gibt, um den Anteil des öffentlichen Verkehrs (öV) am Gesamtverkehr zu steigern (Direktlink). Die Studie zeigt 20 mögliche Massnahmen auf, die fünf Handlungsfeldern zugeordnet werden. Diese Handlungsfelder werden dann zum einem nach Verlagerungspotenzial priorisiert, zum anderen wird ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis und der Umsetzungshorizont bewertet. Deutlich angesprochen wird auch, dass eine stärkere Verlagerung nur erreicht werden kann, wenn durch Push-Maßnahmen im Bereich des motorisierten Individualverkehrs (MIV) dieser unattraktiver und teurer gemacht wird.  [el]
 
11-Mär-25 Fast überall zu wenig ÖPNV-Ausbau
Um die in Deutschland beschlossenen Klimaziele zu erreichen, müsste das Angebot im ÖPNV jährlich um 4,5 Prozent wachsen. Greenpeace hat die 30 größten deutschen Städte verglichen, und stellt fest, dass dieser Wert fast nirgendwo erreicht wird. Lediglich Leipzig schafft es mit 7,3 Prozent seinen ÖPNV-Angebot angemessen weiter zu entwickeln. Negativ fällt Berlin mit einem Schrumpfkurs von minus 3,5 Prozent auf, aber auch in Kiel, Köln, Frankfurt und Karlsruhe ist das Angebot in den letzten zwei Jahren merklich geringer geworden. Wachstumsraten von mehr als einem Prozent pro Jahr erreichen bisher Nürnberg, Aachen, Münster, Dresden, Chemnitz und Bonn. Allerdings zeigen Meldungen aus Dresden und Chemnitz, dass in weiteren Städten, zu denen laut Greenpeace auch Nürnberg gehört, ein Negativtrend schon geplant ist. Greenpeace fordert vom Bund mehr Mittel und konkretere Pläne zum ÖPNV-Ausbau sowie einen bundesweiten Mindeststandard. Zu den Forderungen gehört, das Deutschlandticket zu erhalten, günstiger zu machen und durch ein Sozialticket zu ergänzen.  [el]
 

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